WOA 2014 : Wacken: Jobwunder für ein paar Tage

Das Wacken Open Air ist eine Riesenparty - und derzeit der größte Arbeitgeber der Region. Auch im Dorf bleibt Geld hängen.

shz.de von
30. Juli 2014, 12:24 Uhr

Wacken | Für wenige Tage ist das Wacken Open Air der mit weitem Abstand größte Arbeitgeber in der Region. Nach Rechnung des Veranstalters werden rund um das Festival etwa 2500 Mitarbeiter beschäftigt. Allein 2000 von ihnen kommen aus der näheren Umgebung. An den eigentlichen Festivaltagen arbeiten sogar 5000 Mitarbeiter und Helfer in und um Wacken.

Den größten Anteil stellen 800 Sicherheitskräfte und Ordner. Täglich 200 Polizisten, 200 Feuerwehrleute und 200 Sanitäter sowie vier Notärzte tun hier Dienst. Dutzende von Handwerkern sind im Einsatz – und auch die rund um die Uhr zu leerenden 800 Mobiltoiletten wollen sauber gehalten werden. Zudem sind allein die 120 aufgebotenen Bands sind mit insgesamt 1300 Personen vertreten.

Für die Region wird dabei eine Menge Geld bewegt. Mit genauen Zahlen halten sich die Veranstalter eher bedeckt. Nicht einmal die alljährlich verkaufte Menge an Bier wird genannt. „Viel“ heißt es dazu lediglich. Einen Einblick in die wirtschaftliche Bedeutung des weltweit größten Heavy Metal-Festivals gibt allerdings eine Wertschöpfungstudie, die das Kölner Forschungs- und Beratungsunternehmen Sport und Markt AG erstellt hat.

Dabei waren 400 Festivalbesucher aus aller Welt vor allem nach ihren Konsumgewohnheiten gefragt worden. Ergebnis: Im Schnitt investierte jeder einzelne der 75.000 Festivalbesucher 400 Euro in sein langes Spaß-Wochenende. Allein auf dem Festivalgelände blieben so hochgerechnet mehr als 20 Millionen Euro – mehr als elf Millionen für Tickets, fast zwei Millionen für Merchandising wie den Kauf des obligatorischen Festival-T-Shirts, der Rest für Essen und Trinken. Weitere mehr als acht Millionen Euro würden außerhalb des Festivalgeländes umgesetzt.

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