Baden in SH : Vorbereitungen für die Badesaison: Retter in den Startlöchern

Ab dem 15. Mai sollen alle Wasserrettungstationen im Land besetzt sein.
Ab dem 15. Mai sollen alle Wasserrettungstationen im Land besetzt sein.

DLRG bereitet sich auf Beginn der Badesaison vor. 2800 Freiwillige wachen an 50 Stationen über die Badegäste.

shz.de von
11. Mai 2018, 16:41 Uhr

Lübeck | An Schleswig-Holsteins Stränden laufen die Vorbereitungen für die Badesaison auf Hochtouren. An einigen Orten sind Rettungsschwimmer bereits im Einsatz, an anderen Stränden werden die Wachstationen noch eingerichtet. „Die Wachtürme an Nord- und Ostsee werden nach und nach besetzt. Am 15. Mai beginnt dann offiziell die Wasserrettungssaison“, sagte der Landesgeschäftsführer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Thies Wolfhagen.

Angesichts der aktuellen Wassertemperaturen von rund 13 Grad Celsius werde sich aber der Badebetrieb an der Ostsee in den kommenden Tagen wohl noch in Grenzen halten, prognostizierte er.

Rund 2800 Rettungsschwimmer braucht die DLRG in Schleswig-Holstein für jede Saison, um ihre 50 Stationen zu besetzen. „Anders als andere Organisationen haben wir nur im Juni Probleme, genügend Ehrenamtliche zu finden, weil dann noch nirgends Ferien sind“, berichtet Wolfhagen.

Für die Hochsaison müssten dagegen sogar Bewerber abgewiesen werden. Die ehrenamtlichen DLRG-Rettungsschwimmer kommen aus dem ganzen Bundesgebiet und opfern ihre Ferien oder ihren Urlaub für den Einsatz. „Dafür würden wir uns etwas mehr Anerkennung durch die Badegäste wünschen. Viele glauben, die Rettungsschwimmer seien Angestellte der Gemeinden“, sagt Wolfhagen.

Bei der Wasserrettung setzt die DLRG nach eigenen Angaben auch Drohnen ein. „Die werfen aber keine Rettungsmittel ab, sondern suchen aus der Vogelperspektive nach Menschen unter der Wasseroberfläche“, sagt Christoph Niemann, der Leiter der Station Haffkrug-Scharbeutz.

Diese Station ist die größte an der Lübecker Bucht und für einen rund 20 Kilometer langen Strandabschnitt zuständig. Insgesamt 24 Wachtürme mit jeweils zwei Rettungsschwimmern stehen an diesem Abschnitt – etwa alle 500 Meter einer. „Wenn eine Turmbesatzung im Wasser einen Notfall entdeckt, dauert es 90 Sekunden, bis eines unserer Rettungsboote beim Patienten ist“, versichert Niemann. Eine Drohne brauche länger. In Mecklenburg-Vorpommern setzt die DRK-Wasserwacht in dieser Badesaison an Badestränden und Binnenseen insgesamt 18 Drohnen ein, die Plastikschläuche als Schwimmhilfen abwerfen können. „Das kann helfen, Panik zu bekämpfen und Zeit zu gewinnen, bis die Rettungsschwimmer da sind“, hatte Thomas Powasserat von der DRK-Wasserwacht Mecklenburg-Vorpommerns bei der Vorstellung des Projektes am Dienstag in Schwerin erklärt.

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