Vision Umgehung und Plan 2030

porträt kühl 1

Rekord bei Erwerbstätigen

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09. November 2018, 19:05 Uhr

Seine alte Zeichnung hat der CDU-Altvordere nie entsorgt, sondern immer in der Schublade behalten. In der Jahreshauptversammlung seiner Partei hat der frühere, langjährige Ratsherr Günter Haß das schon etwas angegilbte Din-à-4 Blatt mit der rot gekennzeichneten Straße wieder hervorgeholt und seinen Parteikollegen die Vorteile einer großen Ortsumgehung schmackhaft gemacht. Dafür müssten 14 bis 15 Kilometer Straße zwischen der B 76 bei Schnellmark quer über die Äcker bis zur Anschlussstelle Kapelle Westerthal an der L 265 neu gebaut werden. Dann wäre mehr Ruhe im (Eckernförder) Karton: Weniger Durchgangsverkehr, weniger Staus, mehr Lebensqualität. Faszinierend ist diese Vision schon. Die Frage ist nur: Hat solch ein verwegener Vorschlag aus grauer Vorzeit überhaupt Aussicht auf Erfolg? Ist es in Eckernförde und von den Nachbargemeinden überhaupt gewollt? Gibt es gewichtige Unterstützer in Stadt und Land? Noch steht die Ortsumgehung nicht im Bundesverkehrswegeplan.

Das Tourismuskonzept 2030 ist auf dem Weg. In einem Jahr soll es auf dem Tisch liegen und Eckernförde den touristischen Erfolgspfad in die Zukunft weisen. Ein spannender Prozess. Ein Prozent der Bevölkerung nahm sich am Donnerstag die Zeit, sich persönlich ein Bild zu machen. An die Form der Veranstaltung müssen sich einige noch gewöhnen, weil es keine Diskussion im Plenum mehr gibt. Statt Redeschlachten auf großer Bühne nun also Dialoge im geschützten Raum. Vielleicht sollte man vorher mal für 15 Minuten das Ventil im Saal öffnen, um ein Meinungsbild einzuholen.

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