Verdienter Sozialdemokrat Horst Hager ist tot

Horst Hager starb am 5. April.
Horst Hager starb am 5. April.

shz.de von
09. April 2018, 15:02 Uhr

Bei ihm war der Begriff „sozialdemokratisches Urgestein“ zutreffend: Horst Hager, langjähriger Bürgervorsteher Pinnebergs, Ratsherr und Landtagsabgeordneter. Am 5. April ist er im 85. Lebensjahr gestorben.

Seine politische Laufbahn begann, als er Anfang 1966 in den städtischen Ausschuss für Sport, Jugend und Gesundheitspflege ging. Der Bereich Jugend und ihre Zukunft war immer das Feld, für das er sich am intensivsten engagierte. Ansonsten gab es keinen Ausschuss in der Stadt oder auf Kreisebene, in dem Horst Hager nicht tätig war. Mitglied der Ratsversammlung wurde er erstmals am 13. März 1966.

Bürgermeister war zu dieser Zeit Hans Herrmann Kath. Beide verband mehr als nur das politische Alltagsleben Pinnebergs. Bürgervorsteher wurde Hager im April 1998. Dieses Amt übte er fünf Jahre lang aus.

In den Landtag kam Hager erstmals am 26. Mai 1975. Dort vertrat er die Städte und Gemeinden Halstenbek, Schenefeld und Pinneberg über mehrere Perioden bis zum Jahr 1996.

1992 wurde in Schleswig-Holstein ein Kinder- und Jugendbeauftragter eingesetzt. Im Sinne eines Anwalts für die Interessen von Kindern und Jugendlichen hat Horst Hager diese Aufgabe wahrgenommen. Der Landtag beschloss schließlich, dass diese Arbeit von Hager von 1993 bis 2001 hauptamtlich durchgeführt wird. Es war stets sein Ziel, dass die Belange von Kindern und Jugendlichen von Anfang an berücksichtigt und im Gesetzgebungsverfahren gehört werden.

Im Januar 2002 hatten sich in Pinneberg die „Pinosaurier“ als Bürgerinitiative gegründet. Hager war sofort und mit Überzeugung dabei. Die „Saurier“ ermöglichten vielen Kindern aus sozial benachteiligten Familien, am Mittagessen in den Kitas teilzunehmen. Eine Initiative, die seinem sozialen Engagement entsprach und die von ihm angeschoben worden war.

„Nicht nur die Pinneberger SPD wird ihren Horst vermissen. Kaum ein anderer hatte mit seinen Tätigkeiten so ein hohes Ansehen beim Bürger der Stadt. Er konnte sich in die Sorgen der Bürger hineindenken und war demzufolge ein begehrter und vor allem verlässlicher Ansprechpartner. Die SPD trauert mit der Familie“, so Ortsvereinsvorsitzender Kai Vogel, Fraktionschefin Angela Traboldt und Ehrenvorsitzender Herbert Hoffmann.

Die Trauerfeier findet im engen Familienkreis statt.


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