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19. August 2017 | 11:28 Uhr

Ungetrübter Spaß im Nass

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Wasserqualität im Norden überwiegend „sehr gut“ – eine Badestelle wegen Belastung gesperrt

Ungetrübte Badefreuden: Die Wasserqualität ist im vergangenen Jahr an fast allen der rund 330 Badestellen in Schleswig-Holstein hervorragend oder gut gewesen. Auch für diese Saison lassen ersten Messungen an Nord- und Ostsee sowie an Binnenseen und Flüssen auf unbeschwerten Badespaß im Freien hoffen. An 15 Badestellen war die Qualität ausreichend und nur an vier mangelhaft.

Das geht aus einem Bericht zur Qualität europäischer Badegewässer hervor, den die Europäische Umweltagentur gestern vorstellte. An der Badestelle Goetheby an der Schlei in Fleckeby (Kreis Rendsburg-Eckernförde) sprach das Kieler Gesundheitsministerium wegen mangelnder mikrobiologischer Wasserqualität ein Badeverbot aus. Zwei der für die Vergangenheit mit mangelhaft bewerteten Badegewässer in Schleswig-Holstein – Neustein bei Laboe und der Kurstrand von Laboe – seien in dieser Saison wieder zum Baden geeignet. Hier seien Maßnahmen gegen die Verschmutzung umgesetzt worden.

Auch in diesem Jahr seien vor Beginn der Badesaison erste Proben genommen worden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums gestern in Kiel. Die hygienische Qualität der Badegewässer im Norden sei überwiegend sehr gut, soweit es sich anhand der vorliegenden Ergebnisse der Messungen bereits sagen lasse. „Die vorliegenden Messergebnisse bestätigen die insgesamt sehr gute Badegewässerqualität der vorangegangenen Badesaisons, welche sich auch in den von der EU-Kommission veröffentlichten Daten widerspiegelt.“

Bei den aktuellen Proben seien in keinem Fall die Grenzwerte überschritten. Von den bislang vorliegenden 64 Messergebnissen liegen demnach beim Messparameter „E. coli“ mehr als 95 Prozent sogar unter den strengen Richtwerten der EU, bei dem Parameter „Intestinale Enterokokken“ sind es 98,4 Prozent aller Messwerte.

Die beiden Bakterienarten kommen normalerweise in großer Zahl bei Menschen und Säugetieren im Dickdarm vor. Im Wasser gelten sie als Anzeichen für Verunreinigungen durch Fäkalien. Die Ergebnisse aller Vorsaison-Proben der rund 330 offiziell ausgewiesenen Badestellen müssen den Gesundheitsämtern nach Angaben des Ministeriums bis spätestens 31. Mai vorliegen.




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