Uetersener Ruhestandsbeamten suchen neuen Vositzenden

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Nach dem Vortrag zum Thema Schokolade griffen die Anwesenden tüchtig zu. Der Chocolatier hatte einige Proben seines Könnens mitgebracht.
Nach dem Vortrag zum Thema Schokolade griffen die Anwesenden tüchtig zu. Der Chocolatier hatte einige Proben seines Könnens mitgebracht.

Eigentlich sollte Sabine Weiße Uve Puck im nächsten Jahr beerben, aus familiären Gründen muss sie passen.

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12. Oktober 2018, 12:00 Uhr

Uetersen | Manchmal meint es das Schicksal nicht gut. Auch mit Sabine Weiße aus Elmshorn nicht. Gerade erst ist sie, die in der Krückaustadt langezeit ehrenamtlich tätig war, Mitglied bei den Ruhestandsbeamten (BRH) in Uetersen geworden. Weiße wollte Uve Puck, den Ortsgruppen-Vorsitzenden des BRH in der Rosenstadt, im kommenden Jahr im Amt des Vorsitzenden beerben. Doch am Dienstag, als etwa 60 der aktuell 100 Mitglieder im weiten Rund des großen Saals vom Parkhotel Rosarium zusammensaßen, verlas Puck einen Brief seiner designierten Nachfolgerin. Zusammengefasst: Aus tragischen, familiären Gründen kann Weiße den Vorsitzendenposten im kommenden Jahr nicht mehr übernehmen.

Die sehr nachvollziehbaren Gründe ließ Puck im Raum verklingen, um anschließend zu verkünden, dass nun wieder neu nachgedacht werden müsse. Er, Puck, suche jetzt wieder Mitglieder, die eine Position im Vorstand ausfüllen möchten. Er bleibe dem Führungsgremium auf Wunsch gerne erhalten, sagte Puck weiter. Welche Position er im neuen Vorstand, der Anfang 2019 gewählt werden muss, ausüben möchte, ließ Puck offen. Er bat die Mitgliedschaft, sich jetzt mit der Zukunftsfrage auch der Ortsgruppe zu befassen. Ohne vollständigen Vorstand, hatte Puck schon während eines früheren Mitgliedertreffens mitgeteilt, müsse die Ortsgruppe aufgelöst werden. Dann werde es auch keine regelmäßigen Treffen mehr geben.

Zehn Tonnen Kakao im Jahr verarbeitet

Einen solchen Nachmittag für Mitglieder und interessierte Gäste gab es auch am Dienstag. Gast und Referent war der Uetersener Schokoladen-Sommelier Jan Klüver von der Manufaktur Daja Chocolate, mit Sitz an der Kuhlenstraße. Klüver, der den zwölf ersten Schokoladen-Sommeliers in der Welt angehört, erklärte zunächst, wo Kakao angebaut wird und wie dieser nach Deutschland kommt. Weiter vorgestellt wurde der Produktionsprozess bei Daja Chocolate. Klüver verriet, dass in Uetersen pro Jahr rund zehn Tonnen Kakaobohnen verarbeitet werden.

Wie eine Kakaobohne nach schonender Röstung schmeckt, konnten die Besucher sogleich erkunden. Mehrere Schokoladenproben hatte der Referent auf den Tischen bereitgestellt.

Dass Schokolade mit üppigem Kakaoanteil sogar gesund ist, wussten viele der Anwesenden bereits. Und dass Schokolade eines Sommeliers mit der aus industrieeller Produktion nicht verglichen werden sollte, ebenfalls. Natürlich wurde dieses Wissen zur Anwendung gebracht, als es galt, die von Klüver mitgebrachten Schokoladentafeln käuflich zu erwerben. Die Gäste ließen sich nicht zweimal bitten und bevorrateten sich.

Der nächste BRH-Nachmittag ist am Dienstag, 13. November. Dann möchte Parkhotel-Geschäftsführer Dieter Pollnick von 15 Uhr an im Parkhotel Rosarium von seiner Reise nach Südafrika berichten − mit Worten und Lichtbildern.

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