Uetersen sagt Ja zum Probebetrieb der Stadtbahn

Dieser Triebwagen fuhr zuletzt für die Karsdorfer Eisenbahngesellschaft. Bis in die 1960er-Jahre war er in Uetersen im Einsatz, befuhr die Strecke zwischen Uetersen (Stadtbahnhof) und Tornesch − damals in den Farben blau und gelb. Während der Probephase soll ein moderner Zug eingesetzt werden.
Dieser Triebwagen fuhr zuletzt für die Karsdorfer Eisenbahngesellschaft. Bis in die 1960er-Jahre war er in Uetersen im Einsatz, befuhr die Strecke zwischen Uetersen (Stadtbahnhof) und Tornesch − damals in den Farben blau und gelb. Während der Probephase soll ein moderner Zug eingesetzt werden.

Wenn auch Tornesch zustimmt, wird die Strecke im kommenden Jahr wiederbelebt

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25. Oktober 2019, 22:00 Uhr

Uetersen | Der Ausschuss für Bau- und Verkehrswesen der Stadt Uetersen hat sich am Donnerstagabend dafür entscheiden, das auf Uetersener Stadtgebiet zwei Haltestellen für einen Probebetrieb der S-Bahn zwischen Uetersen und Tornesch, initiiert von der Norddeutschen Eisenbahngesellschaft (NEG) in Niebüll, eingerichtet werden können. Gegen die Stimmen der SPD votierte der Ausschuss entsprechend. Die Reaktivierung der alten S-Bahn-Trasse zwischen Uetersen und Tornesch könnte zur Probe bereits im Frühjahr 2020 erfolgen.

Es ist der erklärte Wunsch der NEG, der die Strecke gehört, die Machbarkeit des Betriebs auf dieser Strecke mehrere Tage lang testen zu dürfen. Fahrgästen entstehen dabei keine Kosten. Wie berichtet, sollen in Uetersen zwei Haltepunkte eingerichtet werden: in Uetersen-Ost und am Tornescher Weg. Jetzt muss noch der Bauausschuss in Tornesch der Bitte der NEG entsprechen, denn der Ein- und Ausstieg soll im Bereich des Tornescher Bahnhofs ermöglicht werden. An den Wochenenden ist eine Durchbindung der Züge bis nach Pinneberg vorgesehen.

Ingo Struve, Vorsitzender der SPD-Fraktion, empfand den Zeitpunkt der Antragstellung als unglücklich. Schließlich sei die entsprechende Studie, mit der auch die grundsätzliche Wirtschaftlichkeit geprüft werde, noch nicht bekannt. Außerdem, sagte Struve, werde mit der Festlegung des Ostbahnhofs als Ausgangsort der Pendelverbindung zwischen beiden Städten nur ein Drittel des Stadtgebiets erschlossen. Schließlich seien die Unterlagen zur Beratung erst am Montag vorgelegt worden, sodass kaum Zeit gewesen sei, in der Fraktion darüber zu beraten. Struve plädierte dafür, die Angelegenheit zurück in die Fraktionen zu verweisen, damit darüber intern diskutiert werden könne.

Diesem Antrag folgten die anderen Ausschussmitglieder nicht. Auch die Verwaltung hatte sich in ihrer Ausschussvorlage dafür ausgesprochen, dem Wunsch der NEG nach einem Probebetrieb – der ohnehin erst im kommenden Jahr erfolgen werde, wie Bürgermeisterin Andrea Hansen (SPD) erläuterte – zu entsprechen.

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