Überschuldung: Kinder besonders betroffen

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27. Mai 2020, 16:25 Uhr

Rendsburg | Die Schuldnerberatung in Schleswig-Holstein fordert, Kinder und Jugendliche besser vor Überschuldung zu schützen. Nur so sei zu verhindern, dass Heranwachsende dauerhaft in ihren Entwicklungsmöglichkeiten und Bildungschancen benachteiligt sind, teilte die Koordinierungsstelle Schuldnerberatung in Rendsburg gestern mit. Sie fordert, das Existenzminimum aller Kinder zu sichern, etwa über eine Kindergrundsicherung. Anlässlich der laufenden Aktionswoche „Chancenlose Kinder?“ bieten die Schulden-Beratungsstellen in Schleswig-Holstein zahlreiche Telefonsprechstunden für Betroffene an.

Rund 200 000 Menschen im Land gelten als überschuldet. In einem Drittel der überschuldeten Haushalte leben Kinder. Kinder und Jugendliche überschuldeter Eltern seien besonders hart betroffen. „Sie sind mehr krank, haben geringere Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung und schlechtere Bildungs- und Berufschancen“, sagte Koordinierungsstellen-Leiterin Alis Rohlf. Die Zahl der überschuldeten Haushalte werde durch die Corona-Krise weiter zunehmen, die finanzielle Situation ohnehin benachteiligter Familien sich verschärfen.

Rat geben 36 öffentlich geförderte Schuldnerberatungsstellen im Land:

www.schuldnerberatung-sh.de

Telefonsprechstunden-Termine während der Aktionswoche:

http://u.epd.de/1ix3




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