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Traumreise – Mit dem Motorrad durch Kalifornien

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

California Dream heißt eine Motorradreise für Leser: Auf einer Harley-Davidson geht es von Los Angeles zu den Nationalparks in der Sierra Nevada, nach San Francisco und auf dem berühmten Highway 1 an der Pazifik-Küste zurück. Traumstraßen in einer traumhaften Landschaft, traumhafte Blicke auf den Pazifik oder lieber Traumstrände und sonnen in Santa Barbara. Aber das wäre schon fast das Ende der Tour, die Redakteur und Motorradfahrer Rolf Blase begleitet und von der er auf shz.de und in unserer Zeitung berichtet.

Die Aufregung steigt, die Koffer sind gepackt. Der Helm hätte auf keinen Fall mehr gepasst, aber zum Glück darf man ihn gesondert mitnehmen. Heute früh startet der Flieger in Hamburg, erst nach London, dann nach LA, wo die Zeit neun Stunden hinterherhinkt. Wenn die 747 gegen 13 Uhr landet, ist es in Deutschland 22 Uhr. Der Dienstagvormittag muss reichen, um mit der Zeitverschiebung zurecht zu kommen. Wer möchte, kann aber auch auf Stadttour gehen. Am Nachmittag kann die Wunsch-Harley in Empfang genommen werden, am Mittwoch geht es dann endlich los auf zwei Rädern, erst auf die Küstenstraße Richtung Santa Monica, dann rechts in den Topanga Canyon (in dem Uschi Obermeier wohnt). Tagesziel ist die 350 000- Einwohner-Stadt Bakersfield, in der Hispanics mittlerweile die größte Bevölkerungsgruppe sind.

Es ist der halbe Weg zur Sierra Nevada, dem rund 600 Kilometer langen Gebirgszug mit mehreren Nationalparks. Kurvenreiche Strecken führen in den urwüchsigen Kings Canyon, der nahtlos in den Sequoia-Nationalpark übergeht. Die gigantischen Mammut-Bäume, eine Sumpfzypressenart, gedeihen ausschließlich an den Westhängen der Sierra Nevada zwischen 1200 und 2400 Metern. Der General Sherman Tree ist fast 90 Meter hoch, hat einen Umfang von 34 Metern und gilt damit als das größte Lebewesen der Welt.

Der Yosemite-Nationalpark wartet mit anderen Superlativen auf: Jedes Jahr kommen fast vier Millionen Besucher, die meisten ins Yosemite-Valley, das gerade mal ein Prozent der Parkfläche einnimmt und entsprechend frequentiert ist. Der Schönheit der Natur tut das aber keinen Abbruch, und wenn man Yosemite verlassen muss, trösten einen nur die Aussichten auf San Francisco und den Highway 1, für manche die schönste Küstenstraße der Welt. Wenn die Gruppe dort ankommt, ist die Tour schon fast wieder zu Ende. Aber ich weiß schon jetzt, dass es Zeit brauchen wird, um all die Eindrücke und Erlebnisse zu verarbeiten. Und dass man noch lange von den Erinnerungen wird zehren können. Und das Schönste daran: Es geht heute ja erst los.

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erstellt am 30.Sep.2013 | 00:31 Uhr

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