Tipps von einem Ex-Hundehasser

Zusammen liest es sich doppelt so gut: Der Prisdorfer Autor Joachim Frank blättert gemeinsam mit seiner Cockerspaniel-Hündin Birka durch sein vorheriges Werk „Kapverden – Afrikanische Perlen im Atlantik“.
Zusammen liest es sich doppelt so gut: Der Prisdorfer Autor Joachim Frank blättert gemeinsam mit seiner Cockerspaniel-Hündin Birka durch sein vorheriges Werk „Kapverden – Afrikanische Perlen im Atlantik“.

Der Prisdorfer Autor Joachim Frank liest morgen aus seinem neuen Buch im Pinneberger Bücherwurm

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18. September 2019, 00:00 Uhr

Prisdorf/Pinneberg | Die einen bekommen Schweißausbrüche, die anderen freuen sich wenn sie ihnen begegnen: Hunde. Wer einmal angefangen hat, ein Haustier zu halten, kommt nur schwer wieder davon los. Denn egal ob Katze, Hund oder Hamster: Langsam schleichen sich die Vierbeiner bei den meisten Menschen in das Herz ihrer Besitzer und werden zu Familienmitgliedern. So erging es auch dem Prisdorfer Autor Joachim Frank. Er hat darüber ein Buch geschrieben. Am morgigen Donnerstag, 19. September, liest er im Pinneberger Bücherwurm, Dingstätte 24, aus „Wie ich lernte einen Hund zu lieben“. Beginn ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Der Autor signiert seine Bücher auf Wunsch.

Im Gespräch mit unserer Zeitung hat er vorab verraten, warum er auf den Hund gekommen ist, welche Verantwortung damit zusammenhängt – und worauf sich Menschen, die mit dem Gedanken spielen, sich einen Hund anzuschaffen, achten sollten.

Frank bezeichnet sich selbst als ehemaligen „Hundehasser“. Er ist in einem „hundefeindlichen“ Haushalt aufgewachsen. Sein Vater habe eine regelrechte Phobie gegen die Vierbeiner gehabt. Auch Frank sei stets lieber auf Abstand gegangen wenn es um Hunde ging. Als Student habe er Briefe ausgetragen. Das Bellen und Knurren sowie der berühmte und oftmals falsche Satz des Besitzers „Der tut nichts“ verfestigte seine Abneigung.

Die Kindheit seiner Frau Elke Leipold-Frank war hingegen der Gegenentwurf. Sie ist in einem Züchterhaushalt groß geworden, berichtet der 67-Jährige. Der Umgang mit Cockerspanieln gehörte zu ihrem Leben dazu. Ihr Lieblingshund sei eine unverkäufliche Cockerspaniel-Hündin namens Birka gewesen. „Sie hatte einen zu dicken Kopf“, berichtet Frank. Deshalb hatte sich kein Käufer gefunden.

Erst einmal sah es viele Jahre lang aber dennoch nicht so aus, als ob jemals ein Hund bei Familie Frank einziehen würde. Doch wie das in langen Beziehung so ist: Irgendwann gingen dem Ehemann die guten Ideen für Geschenke zum Geburtstag aus. So überreichte er ihr im Ägypten-Urlaub einen Gutschein für einen Welpen – allerdings mit dem Zusatz, dass sie die Hauptverantwortung tragen soll. „Ich habe ihr gesagt, dass ich damit nichts zu tun haben will“, erinnert sich Frank. So zog eine zweite Birka ein – und sein Vorsatz, sich nicht kümmern zu wollen, war schnell vergessen. Es dauerte keine zwei Wochen bis das Familienoberhaupt „weich war“ und die Angst verloren hatte.

Nach einigen Besuchen in der Hundeschule sei die Angst in Euphorie umgeschlagen. Der Autor habe gedacht, er wisse „jetzt alles über Hunde“. Von wegen: Als er einem fremden Vierbeiner Leckerlis geben wollte, biss dieser ihm in die Hand und Frank musste ins Krankenhaus. Der Prisdorfer gibt zu, dass er rückblickend „viel zu naiv an die Geschichte herangegangen“ ist. Er rät, sich vor dem Kauf eines Hundes intensiv mit den unterschiedlichen Rassen und der Verantwortung, die man trägt, auseinanderzusetzen. Birka habe beispielsweise einen ausgeprägten Jagdtrieb. „Man sollte sich schon genauer damit beschäftigen“, sagt Frank.

Ihm sei vorher nicht klar gewesen, wieviel Verantwortung dahinter steckt. Insgesamt ist Frank aber überglücklich, dass er über seinen Schatten gesprungen ist. „So ein Hund ist eine gute Entschleunigung.“ Von den regelmäßigen Spaziergängen kehre er „erfrischt“ zurück. Und auch die finanzielle Komponente sollten Tierfreunde nicht unterschätzen. Birka habe glücklicherweise eine Chemotherapie erfolgreich überstanden. Die ging aber ins Geld. „In dem Hund steckt ein Kleinwagen“, sagt Frank – und lächelt.

Der größte Vorteil eines Hundes, der dann doch all die Kosten und den zeitlichen Aufwand aufwiegt, verrät Frank ganz hinten selbst im Buch: die bedingungslose Liebe, die nur ein Tier geben kann.

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