Rentnerin aus Schleswig betroffen : Telefon-Betrug in letzter Minute verhindert

Ein unbekannter Anrufer gab sich als Gerichtsvollzieher aus.

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26. Mai 2020, 18:24 Uhr

Schleswig | Am Dienstag konnte eine Rentnerin durch eine aufmerksame Bankangestellte im letzten Moment davon abgehalten werden, mehrere tausend Euro an einen falschen Gerichtsvollzieher zu überweisen. Die Dame aus dem Raum Schleswig wollte dem Mann, wie die Polizei mitteilte, über 7000 Euro transferieren. Zuvor hatte die 76-Jährige am Montagabend einen Anruf eines angeblichen Gerichtsvollziehers aus Stuttgart erhalten. Dieser teilte ihr mit, dass mehrere Titel gegen sie aufgelaufen seien. Nachdem er sie am Telefon offenbar eingewickelt hatte, machte er ihr das Angebot, einen reduzierten Betrag sofort zu überweisen. Dann wäre die Angelegenheit erledigt. Die Rentnerin suchte daraufhin am Dienstagmorgen ihre Bank auf. Dort wurde laut Polizei richtig reagiert – und die Überweisung verhindert. Stattdessen schickte man die Dame zur Wache. Die Beamten dort nahmen eine Anzeige auf.

Die Polizei informiert nun:

>Es handelt sich um eine Variante des bekannten Enkeltricks

>Gerichtsvollzieher rufen nicht an und kündigen vollstreckbare Titel an

>Es werden von Gerichtsvollziehern keine Angebote zur Sofortüberweisung gemacht

>Angerufene sollten am Telefon niemals Auskunft über ihr Vermögen geben

>Angerufene sollen sofort den Hörer auflegen und den Anrufer nicht zurückrufen

>Betroffene sollen sich an Familienmitglieder, Freunde und Nachbarn wenden, um Rat bitten und im Zweifel die Polizei anrufen

Personen, die auch auf den falschen Gerichtsvollzieher reingefallen sind, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei (04621/ 840) zu melden.

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