„Tag des Flüchtlings“ im Rathaus

Umfassendes Programm am 27. September

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12. September 2019, 16:00 Uhr

Schenefeld | Dass Menschen aus ihrer Heimat flüchten müssen, ist kein neues, aber ein akutes Problem. Um über die Thematik zu informieren und Verständnis zu wecken für die schwierige Situation der Menschen, veranstalten die Schenefelder Gleichstellungsbeauftragte Ute Stöwing und die Ehrenamtlichen aus dem Willkommenscafé im Juks den „Tag des Flüchtlings“ am Freitag, 27. September. Von 15 bis 18  Uhr erwartet die Besucher ein umfangreiches Programm (siehe Kasten) im Rathaus am Holstenplatz.

Inhaltlich geht es sowohl um die Fluchtwege mit den Problemen von Aufenthalt und Anerkennung, das Erlernen der deutschen Sprache, das Ankommen in der deutschen Gesellschaft, die Wohnungs- und Arbeitssuche sowie die Integration der Kinder und Jugendlichen.

Geplant sind zwei Lesungen und Berichte aus den Reihen der in Schenefeld lebenden Flüchtlinge. Außerdem sind Fotos und Videos der neuen Bewohner der Stadt zu einem Film verarbeitet worden, der gezeigt werden soll. Weiterhin informiert die Integrationslotsin von Blau-Weiß 96, Martje Lott, über das Thema „Sport und Integration“.

Zum Nachdenken regt auch die Plakatausstellung von ProAsyl „Menschen und Rechte sind unteilbar“ an. Die Ausstellung veranschaulicht die Geschichte der Menschenrechte, ihre Manifestierung in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie ihre heutige Relativierung und Missachtung. Diese Themen werden in den Kontext von Flucht, Migration und vor allem europäischer Asylpolitik und Gesetzgebung gestellt. In der
Ankündigung von ProAsyl heißt es dazu: „Menschenrechte sind die unveräußerliche Grundlage demokratischer Gesellschaften. Dies wird gegenwärtig in Europa in Frage gestellt: Die Untergrabung der Unabhängigkeit von Gerichten, Angriffe gegen die Pressefreiheit, Einschränkung von Bürgerrechten und des Rechts auf Asyl – alles wird dort beobachtet, wo Rechtspopulisten regieren.“ Angesichts dieser Entwicklungen will die Ausstellung an die Bedeutung der Menschenrechte erinnern. Wie und unter welchen Umständen sind sie entstanden? Wie ist es gelungen, sie zu etablieren? Und warum müssen wir uns heute wieder verstärkt für sie engagieren?

Neben der Plakatausstellung von ProAsyl können künstlerische Beiträge der Flüchtlinge angesehen werden: Gemälde, Objekte und vor allem Fotos der Schenefelder Spray-Aktionen aus den vergangenen Wochen.

Die Ehrenamtlichen vor Ort werden informieren. Die Aktiven von Spiely, dem Spieleverleih Schenefeld, wollen Jung und Alt den ganzen Nachmittag zum Mitmachen beim analogen Spiel ohne Smartphone animieren.

Der Eintritt ist frei. Spenden werden jedoch gern entgegengenommen.

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