Streit zwischen dänischen Supermärkten: Wachdienst passt auf

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14. Januar 2014, 12:43 Uhr

Auf dem Gelände des Priss-Supermarktes in Süderlügum, dessen Schuppen am Wochenende bei Nacht und Nebel ohne Erlaubnis abgerissen wurde, patroulliert jetzt ein Wachdienst. Der soll sicherstellen, dass sich das Ereignis nicht wiederholt – denn der als Lager genutzte Schuppen ist wieder aufgebaut.

Das nordfriesische Süderlügum ist Ziel vieler Dänen, die südlich der Grenze für dänische Verhältnisse günstig einkaufen. Der Abriss vom Wochenende ist Höhepunkt eines seit Wochen schwelenden Streits zwischen dem Betreiber des dänischen Priss-Supermarktes und der ebenfalls dänischen Firma Fakta, die auf dem Nachbar-Grundstück einen Markt bauen will. „Jetzt konnten wir das Fundament nicht gießen, weil der Schuppen im Weg war. Da haben wir das selbst gemacht“, sagte Fakta-Verkaufsdirektor Ronny Moriana Glindemann unserer Zeitung. Zudem sei der Schuppen ohne Genehmigung errichtet worden. Glindemann spricht von einer Kampagne des Priss-Chefs Nils Sterndorff, der so nur Aufmerksamkeit erreichen wolle – obwohl die beiden Geschäfte unterschiedliche Konzepte hätten und nicht in Konkurrenz zueinander stünden. Das sieht Sterndorff anders: Ohne eine richterliche Entscheidung sei der Abriss schlicht illegal, sagt er. „Wir sind ganz sicher, dass wir im Recht sind.“

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