Speerwerfer wecken Hoffnungen auf ein „deutsches Podest“

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08. August 2018, 13:43 Uhr

Weltmeister Johannes Vetter freute sich schon, bevor sein Speer überhaupt gelandet war. Olympiasieger Thomas Röhler musste dagegen zunächst zittern – ehe er ebenfalls die Muskeln spielen ließ. Da auch der deutsche Meister Andreas Hofmann seine Pflichtaufgabe in der Qualifikation souverän meisterte, darf das starke Trio bei der Heim-EM in Berlin weiter von einem deutschen Podest träumen. „Es war ein schöner Versuch, ein entspannter Versuch. Das stimmt mich sehr zufrieden“, sagte Vetter: „Uns Deutsche gilt es morgen zu schlagen.“ Zumal er in der ARD noch betonte: „Es war ein ziemlicher Sicherheitswurf.“ Heute (20.22 Uhr) wollen die deutschen Top-Athleten nach dem Olympiasieg für Röhler, WM-Gold für Vetter den letzten noch verbliebenen großen internationalen Titel nach Deutschland holen. Den Anfang des ersten EM-Auftritts der deutschen Medaillenhoffnungen machte gestern Hofmann. Er setzte seinen Speer bei 82,36 in den Rasen und übertraf damit die Qualifikationsweite von 82,00 m. „Schlussendlich war das Ziel, 82 Meter zu werfen und Körner zu sparen für morgen“, sagte er und fügte mit Blick auf das Finale an: „Jeder gibt sein Bestes. Wer auf eins, zwei, drei steht, werden wir sehen.“

Röhler und Vetter, die in der zweiten Qualifikationsgruppe starteten, taten es ihm wenig später nach. Vor allem Vetter überzeugte mit seinen 87,39 m im ersten Versuch - es war der weiteste Wurf des gesamten Wettbewerbs. Röhler hatte dagegen zunächst Probleme. Seinen ersten Versuch machte er ungültig, der zweite landete bei 78,95 - zwischenzeitlich rutschte er auf Platz zwölf ab. Doch dann zeigte er seine Klasse und erreichte mit 85,47 die zweitgrößte Weite der Qualifikation.

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