SPD will „Tornesch bewegen“

Die SPD-Direktkandidaten haben ihr Wahlprogramm mit dem Titel „Wir bewegen Tornesch“ vorgestellt.
Die SPD-Direktkandidaten haben ihr Wahlprogramm mit dem Titel „Wir bewegen Tornesch“ vorgestellt.

Lebendiges Ortszentrum, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie besserer Bahntakt nach Hamburg sind Themen der Sozialdemokraten

shz.de von
17. April 2018, 16:05 Uhr

Mit einem Team erfahrener Kommunalpolitiker und neu mitwirkender Genossen treten die Tornescher Sozialdemokraten zur Kommunalwahl an. Ihr Wahlprogramm haben sie unter das Motto „Wir bewegen Tornesch“ gestellt. Vor Mitgliedern des Ortsvereins und weiteren Interessierten stellten die Kandidaten sich und ihr Wahlprogramm im Vereinsheim des TuS Esingen vor.

Ortsvereinsvorsitzender und SPD-Spitzenkandidat Manfred Mörker fasste nach der zweieinhalbstündigen Veranstaltung zusammen: „Für uns gilt: ,Sagen, was man tut, und tun, was man sagt‘. Wir werden uns in den nächsten fünf Jahren daran messen lassen, was wir in unserem Programm stehen und heute Abend gesagt haben.“ Tornesch bewegen wollen die Sozialdemokraten in fünf Bereichen, die sie in ihrem Programm mit den Überschriften „Bauen mit Ideen und Augenmaß“, „Strategien gegen den Stau“, „Eine Stadt für Kinder“, „Tornesch digital“ und „Bunte Wegraine für Tornesch“ überschrieben haben.

Zu „Bauen mit Ideen und Augenmaß“ gehört laut Direktkandidat Artur Rieck eine Ortskerngestaltung, die zum Verweilen einlädt, bezahlbarer Wohnraum für alle, innovative Wohnformen, Unternehmensansiedlung in einem neuen Gewerbegebiet an der Autobahn und eine Imageoffensive mit Schaffung einer Verwaltungsstelle für Stadtmarketing. Als Strategien gegen den Stau nannte Mörker die SPD-Forderung nach Umsetzung der K22 und Untertunnelung der Bahnquerung Prisdorf. „Wir werden zusammen mit dem Kreis die Realisierung der K22 voranbringen und haben zur Reduzierung von Staus und Unfällen eine Verschwenkung an der Auffahrt zur A23 angeregt.“

Die Verbesserung des ÖPNV mit Carsharing, Fahrservice auf Abruf, die Verbesserung der Radwege, der Ausbau eines Radwegs nach Uetersen parallel zu den Bahnschienen, die Unterstützung des Projekts Radschnellweg von Elmshorn über Tornesch nach Hamburg und die Schaffung barrierefreier Fußwege hat die SPD ebenso auf der Agenda wie den 15-Minuten-Bahntakt nach Hamburg. „Zusammen mit der Bürgerinitiative ,Starke Schiene im Kreis Pinneberg‘ werden wir uns weiter für die Verbesserung der Tornescher Bahnanbindung einsetzen. Eine Stadtbahn zwischen Tornesch und Uetersen halten wir jedoch für nicht umsetzbar“, machte Mörker deutlich.

Zu Tornesch „Eine Stadt für Kinder“ erläuterte Horst Lichte, langjähriger Vorsitzender des Sozialausschusses, die Vorhaben der Tornescher SPD und betonte, dass zum 1. August 2019 der neue Kindergarten „Seepferdchen“ in Betrieb genommen werden soll. Für die SPD habe die Zufriedenheit der Eltern mit den Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen Priorität, sagte Lichte, der erneut für den Kreistag kandidiert. Die Raumsituation an den Grundschulen und die Betreuung über die Unterrichtszeit hinaus soll dem Bedarf angepasst, das Jugendzentrum weiter mit ausreichend Personal ausgestattet und die Vereine und Verbände weiter unterstützt werden. Zum Thema „Tornesch digital“ erläuterte Direktkandidat Philipp Reimers, dass die SPD die Schaffung einer einheitlichen Verkaufsplattform für den lokalen Einzelhandel unterstützen und sich für schnelles Internet in ganz Tornesch sowie WLAN-Hotspots einsetzen wird. Erste Gespräche mit Netzanbietern habe es bereits gegeben.

Kandidatin Susanne Dohrn stellte vor, wie die SPD mit einer naturnahen Gestaltung des Tornescher Sees, blühenden Straßenrändern und Wegrainen sowie einem Informationsangebot für Bürger zur insekten- und singvogelfreundlichen Gestaltung von Gärten dazu beitragen will, dass Tornesch zu einer „Oase im Grünen“ wird. Die Anwesenden begrüßten diese Initiativen, wiesen aber auch darauf hin, dass die Sauberkeit im Stadtbild nicht vernachlässigt werden dürfe und forderten mehr Glas- und Papiercontainer.


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