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Soll der Nord-Ostsee-Kanal privatisiert werden?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 07.Sep.2013 | 00:31 Uhr

PRO Mit einer Privatisierung der Dienstleistungen am Nord-Ostsee-Kanal gehen wir kein unkalkulierbares Risiko ein – denn schlimmer als jetzt kann es nicht kommen. Dass die Gewerkschaft dem schwerkranken Kanal durch den Streik womöglich den Todesstoß versetzt, ist mehr als unverantwortlich. Möglich ist das nur, weil die Beschäftigten die Konsequenzen ihres Handeln nicht selbst tragen müssen. Während Streikende in der Privatwirtschaft das Risiko der Insolvenz ihrer Firma immer im Auge behalten müssen und die Schraube schon aus Eigeninteresse nicht überdrehen, fehlt diese Hemmschwelle im öffentlichen Dienst völlig. Sogar Rundum-Sorglos-Pakete, wie von Ramsauer angeboten, kann man da unbeschadet ausschlagen. Die Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung fallen weich, selbst wenn künftig kein einziges Schiff mehr durch den Kanal fahren sollte. Privatisierung von Dienstleistungen ist deshalb der einzig vernünftige Weg. Die Aufgaben, vom Öffnen und Schließen der Schleusentore bis zu deren Reparatur, müssen ausgeschrieben werden. Zum Zuge kommen nach geltendem Recht nur Firmen, die sich an das Tariftreuegesetz halten. Die Gewerkschaften werden dabei nicht ausgebootet: Sie können die Arbeitnehmerinteressen in den Firmen weiter wahrnehmen – so wie es in der Privatwirtschaft seit Jahrzehnten mit großem Erfolg praktiziert wird.

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