Sie ist die neue Flüchtlingskoordinatorin

Anita Biskup (links) und Sandra Lüpping sind die beiden Flüchtlingskoordinatorinnen der Stadt. Angestellt sind sie beim Diakonieverein Migration. Das Büro befindet sich im ehemaligen Jugendzentrum an der Berliner Straße (Gebäudekomplex der Stadtbücherei).
Anita Biskup (links) und Sandra Lüpping sind die beiden Flüchtlingskoordinatorinnen der Stadt. Angestellt sind sie beim Diakonieverein Migration. Das Büro befindet sich im ehemaligen Jugendzentrum an der Berliner Straße (Gebäudekomplex der Stadtbücherei).

Sandra Lüpping wirkt jetzt an der Seite von Anita Biskup / Umzug des Büros an die Berliner Straße / Sprechzeiten werden ausgeweitet

shz.de von
27. Juli 2018, 16:05 Uhr

Flüchtlingskoordinatorin Anita Biskup (50) hat eine neue Kollegin. Nach dem Ausscheiden von Petra Jäger, die einen zeitlich befristeten Vertrag hatte, ist Sandra Lüpping (26) Ansprechpartnerin für Flüchtlinge und ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuer in Uetersen. Wie Biskup ist auch sie beim Diakonieverein Migration mit Sitz in Pinneberg angestellt.

Lüpping freut sich auf die Herausforderungen. Berufliche Erfahrungen hat sie vor und nach ihrem Lehramtsstudium bereits sammeln können. Nach ihrem Abitur in Kiel belegte die heute im Kreis Pinneberg Lebende an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel die Fächer Pädagogik, Germanistik und Geschichte. Aufgrund ihres Interesses, sich für Menschen unterschiedlichster Kulturen zu engagieren, ließ sie sich während ihres Studiums auch zur DaZ-Lehrerin ausbilden. DaZ-Lehrkräfte arbeiten pädagogisch mit Kindern, für die Deutsch die Zweitsprache ist, also vorwiegend mit jungen Flüchtlingen. Diese gilt es, möglichst schnell mit der deutschen Sprache vertraut zu machen, damit sie dem normalen Schulunterricht folgen können. Sehr glücklich war die Studentin, als sie ein Stipendium für einen sechsmonatigen Aufenthalt in Marokko erhielt. In Fes arbeitete sie während dieser Zeit als Deutschlehrerin. Damals habe sie auch etwas Arabisch gelernt und ihr Interesse für fremde Kulturen geschärft, verriet sie unserer Zeitung. Zurück in Deutschland, hatte die Flüchtlingswelle gerade ihren Höhepunkt erreicht. Millionen Menschen kamen und suchten Schutz vor Krieg und Verfolgung. Lüpping brachte sich sofort ein. Sie wurde ehrenamtliche Mitarbeiterin im Bahnhofsprojekt Flensburg. Dort entstand unter anderem eine improvisierte Kleiderkammer für Flüchtlinge, die auf der Durchreise nach Skandinavien waren. Die Menschen wurden zudem mit Essen und Trinken versorgt.

2017 nahm sie eine Arbeit beim Diakonieverein in Wedel auf. Die Tätigkeit dort führte Lüpping jetzt nach Uetersen. „Ich freue mich, gemeinsam mit meiner Kollegin Ansprechpartnerin für Flüchtlinge und in der Flüchtlingsarbeit ehrenamtlich Tätige zu sein“, sagt sie. Nicht nur Biskup schätzt die neue Kollegin − Lüpping sagt, sie sei in Uetersen ganz allgemein sehr freundlich aufgenommen worden.

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