SHMF: „Farbtöne – Klangfarben“ auf Gut Altenhof

Sylvia Meisner-Zimmermann stellt 32 ihrer Werke auf Gut Altenhof aus.
Sylvia Meisner-Zimmermann stellt 32 ihrer Werke auf Gut Altenhof aus.

shz.de von
20. Juli 2018, 11:31 Uhr

„Musik hat sehr viel mit Malerei zu tun – was Musik nicht ausdrücken kann, schafft vielleicht die Farbe“, sagt Sylvia Meisner-Zimmermann. Am morgigen Sonntag eröffnet die Künstlerin im Rahmen des Schleswig-Holsteinischen Musik-Festivals (SHMF) ihre Ausstellung „Farbtöne – Klangfarben“ auf Gut Altenhof gemeinsam mit Freunden, Bekannten und langjährigen Weggefährten. Ab Montag, 18 Uhr, öffnet die Ausstellung offiziell ihre Türen.

Seit 1967 stellt die Eckernförderin nach eigenen Angaben regelmäßig aus. Die Themen der Werke in Öl und Acryl auf Leinwand ebenso wie Aquarelle auf Chromolux-Karton stammen aus den vergangenen 25 Jahren künstlerischen Schaffens Meisner-Zimmermanns. Die 32 Bilder auf Gut Altenhof spiegeln die Liebe der Künstlerin zu und die Erinnerungen an ihre Aufenthalte in Brasilien wider – braun gebrannte Körper vor leuchtend blauem Meer, farbenfrohe Früchte und Blumen sowie großformatige Wellenkämme bestimmen die Werke im ehemaligen Guts-Kuhstall.

Das Meer spielt eine zentrale Rolle: „Ich liebe die Brandungen in Brasilien“, sagt Sylvia Meisner-Zimmermann, die das sonnenverwöhnte Land in den vergangenen Jahren häufig gemeinsam mit ihrem Sohn bereiste. „Wenn man dort am Strand im Liegen durch die Wellen hindurch guckt, sodass das Grün und Blau genau zum Himmel passt – so viel Überfluss an Schönheit, auch der Menschen und der Blumen, gibt es nur in Brasilien.“

Dem Überfluss setzt die Kunstpädagogin in ihrer Ausstellung Gemälde der Serie „Wüste – der Mangel“ entgegen. Im Rahmen ihrer Examensarbeit war Sylvia Meisner-Zimmermann nach Ägypten gereist: „Dort habe ich mich in die Wüste verliebt – in diese Formen, die klaren Linien.“ Einen Gegenpol zu schroffem, trockenen Wüstenboden in dunkelblauer Nacht bilden die floralen Motive: Mit Rosen, Hibiskusblüten, Lilien, Orchideen und Gloxinien widmet sich die Ausstellung „Farbtöne – Klangfarben“ ebenso dem heimischen wie exotischen Reich der Blüten.

Ein Spiel der Gegensätze ist auch Meisner-Zimmermanns Technik: Pastos – also ein dicker Farbauftrag insbesondere mit Ölfarben – trifft auf feine Aquarellstrukturen. „Ich male gern so, dass man den Pinselduktus und die Farbspuren sieht“, erklärt die Künstlerin.

Vom 23. Juli bis 23. August werden die Gemälde jeweils ab 18 Uhr während der SHMF-Konzerte am 23. und 30. Juli, am 5. und 20. August sowie zu „Jugend musiziert“ am 23. August zugänglich sein. Sonnabends und sonntags ist die Ausstellung „Farbtöne – Klangfarben“ von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Verkäuflich sind fast alle Werke. „Einige habe ich aber so gern, dass ich sie nicht hergebe“, so Meisner-Zimmermann.

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