Gettorf : Seniorenerlebniswoche – konkurrenzlos in Schleswig-Holstein

Peter Schildwächter (v.li.), Brigitte Müller-Diepenbeck (stellv. Vors. Seniorenbeirat) und Gerd Finke.
Peter Schildwächter (v.li.), Brigitte Müller-Diepenbeck (stellv. Vors. Seniorenbeirat) und Gerd Finke.

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28. August 2018, 20:00 Uhr

Gettorf | „In einer überschaubaren Gemeinde wie Gettorf ist es wichtig, dass viele mit anpacken. Der Seniorenbeirat ist dafür ein gutes Beispiel,“ lobte Bürgermeister Hans-Ulrich Frank (CDU) die engagierten Senioren der Gemeinde, anlässlich der Eröffnung der Gettorfer Seniorenwoche am Dienstagvormittag im Amtsgebäude Gettorf. „Jeder, der schon einmal eine Veranstaltung organisiert hat, weiß, wie viel Arbeit das macht“, so Frank. Amtsdirektor Matthias Meins überbrachte die Grüße des Amtes Dänischer Wohld. „Es ist eindrucksvoll, wie sich die Seniorenwoche entwickelt und etabliert hat, so etwas wie die Kieler Woche. Sie können stolz darauf sein.“ Der Gettorfer Seniorenbeirat sei so etwas wie die Initialzündung für das gesamte Amt Dänischer Wohld gewesen. Danach hätten sich auch Seniorenbeiräte in Osdorf und Neuwittenbek gebildet.

Auch der Vorsitzende des Landesseniorenrates Peter Schildwächter war voll des Lobes für die Seniorenwoche: „Ich kenne in Schleswig-Holstein nichts Vergleichbares.“ Gerd Finke, Vorsitzender des Seniorenbeirates, bedankte sich bei der Gemeinde Gettorf und dem Amt Dänischer Wohld für die gute Zusammenarbeit, insbesondere beim früheren Bürgermeister Jürgen Baasch (SPD). „Er hat viel für die Senioren in Gettorf getan.“ Für Finke ist es wichtig, dass das Programm des Seniorenbeirates „eine Mischung aus Bespaßung und politischer Arbeit“ ist. Als Beispiel nannte er die Frühstücksforen, bei denen beides miteinander verbunden werde. Er erinnerte daran, dass 2019 die zweite Amtsperiode des Seniorenbeirates zu Ende gehe. Dann würden neue Mitstreiter gesucht.

Der Vertreter des Kreisseniorenbeirates Uwe Hartwig machte deutlich, dass auch die politische Interessenvertretung für die Senioren zur Aufgabe eines Seniorenbeirates gehört. Die will er jedoch nicht gegen eine andere Bevölkerungsgruppe verstanden wissen. „Was Alten hilft, hilft auch Jungen.“ So profitierten nicht nur ältere Menschen von abgesenkten Bordsteinen, sondern auch junge Frauen mit Kinderwagen. Er überreichte Gerd Finke ein „Flachgeschenk“ zur Mitfinanzierung der Seniorenwoche. Auch der Vorsitzende des Landesseniorenrates Peter Schildwächter ging auf die politische Interessenvertretung von Seniorenbeiräten ein. „Schleswig-Holstein hat 2,8 Millionen Einwohner, davon sind 2,1 Millionen wahlberechtigt. 29 Prozent davon sind Senioren. Wir haben viel Erfahrung und eine hohe berufliche Kompetenz.“


„Was Alten hilft, hilft auch Jungen“

Im Anschluss an die Eröffnung präsentierte sich der Seniorenbeirat mit einem Info-Stand in der Fußgängerzone. Mit dabei hatten die Beiratsmitglieder Notfalldosen für Senioren. Die sind ab sofort für 1,50 Euro in der Anlaufstelle für Senioren in Gettorf zu haben. Inhalt der Notfalldose ist ein Notfall-Infoblatt und zwei Aufkleber. Auf dem Infoblatt ist Platz für Erkrankungen, Medikamente, Hausarztpraxis, Pflegepersonen, Angehörige, Krankenkasse, Patientenverfügung und viele andere Informationen, die im Notfall wichtig sind. Die Notfalldose soll in der Kühlschranktür aufbewahrt werden. Die Aufkleber sind als Hinweisschilder am und im Kühlschrank zu verwenden.

Mehr als 240 Senioren haben sich bereits zu den Veranstaltungen der Seniorenwoche angemeldet. Auch heute können Kurzentschlossene noch dazu kommen. Um 10 Uhr gibt es „Die geheimnisvolle Geschichte Gettorfs“ im Geotanium zu erleben, um 14 Uhr gibt es eine Führung inklusive Kaffee und Kuchen im Gettorfer Tierpark. 17 Uhr folgt ein Gottesdienst in der St.-Jürgen-Kirche, den Abschluss des Tages bildet um 19 Uhr der musikalische Abend mit Gospels im Gemeinde-Haus im Pastorengang. Freie Plätze gibt es übrigens noch für das Duo „Herzensbrecher“, das morgen um 19 Uhr im Hotel „Stadt Hamburg“ auftritt.

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