Sommerpause : Segeln, reiten, wandern: Das sind die Urlaubspläne der Landespolitiker

Tage mit Takelage: Drei Wochen will Finanzministerin Monika Heinold segeln – wenn das Wetter mitspielt.
Tage mit Takelage: Drei Wochen will Finanzministerin Monika Heinold segeln – wenn das Wetter mitspielt.

Das beliebteste Ferienziel ist Mallorca. Wandern liegt bei den Grünen im Trend. Daniel Günther bleibt zu Hause.

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07. Juli 2018, 12:51 Uhr

Kiel | Endlich frei: Für 372.000 Mädchen und Jungen in Schleswig-Holstein ist das Schuljahr zu Ende, die Ferienzeit beginnt. Nach einem Jahr Jamaika-Koalition in Kiel sind auch die Landespolitiker urlaubsreif – und lassen Ministerpräsident Daniel Günther „allein zu Haus“. Der werdende Vater bleibt mit Frau und Tochter in den Ferien in Deutschland und wird kleinere Ausflüge machen. „Ich freue mich vor allem darauf, Zeit mit meiner Familie zu verbringen“, so der Regierungschef.

Im Norden bleiben außer Günther nur noch SSW-Boss Lars Harms und FDP-Fraktionschef Christopher Vogt. Für Harms ist Nordfriesland ohnehin „das schönste Sommer-Urlaubsland“ und zudem stünden einige Renovierungsarbeiten an. Vogt freut sich schon jetzt: „Ich werde die Sommerferien nutzen, um mit meiner Familie alte Freunde zu besuchen und etwas Zeit an der Küste zu verbringen. Das ist mit kleinen Kindern einfach das Beste.“

Andere Spitzenpolitiker dagegen sind reif für die Insel. Dabei ganz oben auf der Urlaubsliste: Mallorca. Die Lieblingsinsel der Deutschen ist auch die Lieblingsinsel von Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU), der sich allerdings dort vom Urlaubstrubel fernhalten will. Auch die Fraktionschefs von SPD und CDU, Ralf Stegner und Tobias Koch, zieht es auf die Ferienhochburg. Koch will nach den zwei Wochen Mallorca-Urlaub mit den Kindern den Rest der Sommerpause im Land zwischen den Meeren, sprich im eigenen Zuhause, verbringen. „Bei sicherlich genau so schönem Sonnenwetter“, wie er hofft.

Über den „großen Teich“ zieht es Sozialminister Heiner Garg. „Ich fliege mit meinem Partner zusammen in dessen Heimatstadt New York und freue mich ganz besonders darauf, viel freie Zeit mit ihm und unserer puertoricanischen Familie zu verbringen“, so der FDP-Chef.

Andere Politiker gehen die Ferien sportlich an. Innenminister Hans-Joachim Grote zieht es mit dem Wohnmobil in den Süden. Grund: „Ich freue mich sehr darauf, mal auf regelrecht historischen Golfplätzen in Tschechien spielen zu können, beispielsweise auf dem 1905 durch den englischen König Edward VII. eröffneten Golfplatz in Marienbad.“ Ansonsten geht es dem CDU-Politiker eigentlich nur darum, „die Tage ohne Krawatte und Terminkalender zu genießen, zu lesen, abends einen guten Rotwein zu öffnen und nicht so viel zu telefonieren.“

Ebenfalls mit dem Wohnmobil ist AfD-Fraktionschef Jörg Nobis unterwegs – gemeinsam mit seinen Kindern geht es nach Frankreich und Spanien. Sabine Sütterlin-Waack (CDU) freut sich auf ihren Urlaub in Italien und zuhause. Neben Kultur, Lesen und Ausspannen steht bei der Justizministerin in jeden Fall Reiten auf dem Ferienprogramm.

Sportlich geht es auch bei den Grünen zu – allerdings scheinen sich die Umweltpolitiker dieses Jahr aufs Wandern festgelegt zu haben. Fraktionschefin Eka von Kalben: „Das Highlight dieses Sommers ist eine Wanderung mit meinen Schulfreundinnen im Taunus auf einem Pilgerweg. Dabei wird der Kopf frei und die Sitzungszeit abgelaufen.“ Noch-Umweltminister Robert Habeck legt da noch einen drauf: „Ich gehe in den Piemonter Alpen Wandern. Das ist echtes Auswildern. Einsam und wild.“

Noch unklar ist dagegen das Ferienziel von Monika Heinold. Je nach Wind wird es die Ministerin entweder in Richtung Dänische Südsee oder nach Mecklenburg-Vorpommern verschlagen. Heinold voller Vorfreude: „Es geht wieder aufs Segelschiff. Mit einer Tasche voller Bücher, Badeanzug und Segelklamotten. Ich freue mich auf Wind und Sonne, Essen in der Abendsonne und auf gemeinsame Zeit mit meinem Partner.“

Ein festes Ziel hat dagegen Karin Prien. Die Bildungsministerin zieht es nach Frankreich, will es allerdings ruhiger angehen. „Wir fahren nach Südfrankreich – und wie immer ist meine Büchertasche gut gepackt. Zeit für die Familie, Lesen und Sonne – besser geht es nicht…“, so die CDU-Politikerin.

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