Schwimmer greifen ins Leere

Das Lehrschwimmbecken in der Jürgen-Frenzel-Halle ist nicht wettkampftauglich / Wendebleche müssen her

shz.de von
23. August 2018, 16:05 Uhr

Gerade erst ist das Lehrschwimmbecken in der Jürgen-Frenzel-Halle für 500 000 Euro mit einer neuen Edelstahlwanne ausgerüstet worden, um die Leckagen der alten Betonwanne zu beseitigen und für eine bessere Wasserqualität zu sorgen, da gibt es neuen Ärger. Und der betrifft den Wettkampfsport.

Wie jetzt festgestellt worden ist, genügen die baulichen Ausführungen nicht den Anforderungen der Schwimmer, wenn diese Meisterschaften ausrichten wollen. Ganz offensichtlich wurde dieser Umstand, der von Fachleuten des Landesschwimmverbands festgestellt worden ist, in Uetersen von allen Seiten übersehen, beziehungsweise war es niemand bekannt, dass es diese besonderen Vorschriften gibt. Es wurde streng darauf geachtet, dass das Becken seine Länge von exakt 25 Metern behält. Und das ist auch gelungen. Zumindest unterhalb der Wasserlinie. Der Überlauf bietet diese Begrenzung allerdings nicht, sodass Schwimmer ins Leere griffen, wenn sie ihre Wende einleiteten, so Lutz Schölermann, Vorsitzender des TSV Uetersen. Damit verknüpft sei auch eine Verletzungsgefahr der Sportler.

Was nun? Guter Rat ist wie so oft auch diesmal teuer. Es gibt eine Möglichkeit, das Problem mit so genannten Wendeblechen zu beheben. Doch kosten diese viel Geld, rund 35 000 Euro. Wer übernimmt diese Kosten, schließlich soll die Abhilfe her? Erst einmal die Stadt, sagte Bürgermeisterin Andrea Hansen (SPD) gestern auf Nachfrage unserer Zeitung. Zumindest werde die Verwaltung die Kosten für die Wendebleche zum nächsten Nachtragshaushalt dieses Jahres anmelden.

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