Schleswigs Unternehmer : Schrittweise Öffnungen: Friseur Fricke und Gärtnerei Petersen stehen in den Startlöchern

Friseur Marius Fricke freut sich auf seine Kunden.
Friseur Marius Fricke freut sich auf seine Kunden.

Während Schleswigs Einzelhändler noch ausharren müssen, freuen Friseure und Gartencenter sich über Öffnungen am 1. März.

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11. Februar 2021, 16:19 Uhr

Schleswig | Die Ressourcen vieler Unternehmer sind mehr und mehr erschöpft, Betriebe müssen ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken – und jede Beratung der Ministerpräsidenten weckt bei ihnen neue Hoffnung, bald wieder öffnen zu können.

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Die Ungewissheit zehrt an den Kräften

„Die Stimmung ist natürlich sehr verhalten. Jeder hofft darauf, dass die Infektionszahlen runtergehen, sodass Öffnungen wieder möglich sind“, sagt Christian Liesegang, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Ladenstraße (IGL). Die Ungewissheit, wann es weitergehen kann, zehre natürlich enorm an den Kräften der Einzelhändler. Die meisten hoffnungsvollen Geschäftsinhaber müssen weiter ausharren.

Jedoch kündigte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Donnerstag im Landtag weitere Öffnungsabsichten, die über die Schul- und Kita-Öffnungen hinausgehen, an. So sollen Friseure, Blumenläden und Gartencenter ab dem 1. März wieder öffnen dürfen.

Zeit, Waren zu bestellen

In der Schleswiger Gärtnerei Petersen ist die Freude deshalb groß. „Wir haben es gehofft, aber nach der Pressekonferenz am Mittwoch hatte ich eine Öffnung eigentlich schon wieder abgeschrieben“, sagt Kai Petersen.

Die Nachricht kam am Donnerstag auch für ihn überraschend. Zwar dauere es noch etwas mehr als zwei Wochen, aber das gebe ihm nun auch die Zeit, die notwendige Ware zu bestellen und die Gewächshäuser aufzuheizen.

Telefon steht nicht mehr still

Auch Marius Fricke, Inhaber des Friseur-Salons „F2-Hairstyle“ am Rathausmarkt, und seine Kollegen in der ganzen Stadt haben allen Grund zur Freude. Das Telefon steht seit gestern nicht mehr still, sagt Fricke. Um allen die gleiche Chance zu bieten, hat er seinen Kunden eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen: Termine werden zwischen 16 und 18 Uhr vergeben werden. „Wir sind bereit und könnten schon Montag öffnen“, lacht Fricke. Aber das geht leider nicht. Also freue er sich, seine Kunden ab dem 1. März wieder zu sehen.

Neue Hygieneauflagen seien dazu noch nicht vom Land gekommen, jedoch erwartet der Friseur ähnliche Vorschriften wie vor dem Lockdown. „Nur mit medizinischen FFP2- oder OP-Masken.“ Dass auch gesichtsnahe Dienstleistungen – wie etwa Wimpern färben oder Bart schneiden – ermöglicht werden, davon geht Fricke nicht aus.

Weil dafür das Entfernen der Gesichtsmaske notwendig sei, habe er dafür aber auch vollstes Verständnis. Dass die Schleswiger noch selbst zur Wimperntusche und zum Rasierer werden greifen müssen, nehmen sie aber wahrscheinlich gerne in Kauf, wenn professionelle Hände ihnen dafür zumindest endlich wieder die Frisur retten können.

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