Jubiläum : „Schrauben und Autos“

Langjährige Zusammenarbeit: Rolf Querhammer (v.li.), Michael Hallmann und Martin Querhammer.
Langjährige Zusammenarbeit: Rolf Querhammer (v.li.), Michael Hallmann und Martin Querhammer.

Michael Hallmann feiert sein 40-jähriges Betriebsjubiläum bei Querhammer Fahrzeugbau

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04. August 2018, 06:42 Uhr

40 Jahre in einem Betrieb, das ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich. Für Michael Hallmann schon. Der 55-jährige Gettorfer feiert in diesem Jahr ebendieses Jubiläum bei der Querhammer Fahrzeugbau GmbH. Seit dem 1. August 1978 ist er im Unternehmen in Gettorf. Wie er dazu kam? „Naja, ich habe mich halt dafür interessiert. Schrauben und Autos – so ein Jungending halt“, sagt er.

„Mit 15 Jahren habe ich nach der Schule die Ausbildung zum Schmied und Fahrzeugbauer bei Hans Querhammer angefangen. Das war noch unten in der Teichstraße. Danach ist der Betrieb dann in den Ravensberg gezogen, wo alle Hallen nach und nach angebaut wurden,“ erinnert er sich. Zwischenzeitlich absolvierte er noch seinen Wehrdienst, aber seitdem war er durchgehend im Betrieb. Und hat dort verschiedene Bereiche kennengelernt. „Bis vor 20, 25 Jahren war ich in der Werkstatt tätig, wo meine Hauptaufgabenbereiche Kofferaufbauten, GFK-Ausbauten und stellenweise Hebebühnen“, so Michael Hallmann. Doch dann hinderte ihn ein Arbeitsunfall kurzzeitig daran, in der Werkstatt zu arbeiten.

„Mein Chef kam dann auf die Idee, dass ich im Büro arbeite, damit ich zu Hause nicht auf dumme Gedanken komme“, schmunzelt der Jubilar. Im Büro ist er bis heute geblieben. Seine Aufgabenbereiche jetzt? „Ich bin quasi das Mädchen für alles: Ich mache die Annahmen, erstelle Angebote, bestelle Ersatzteile, schreibe Rechnungen und so weiter.“

Mit dem Unternehmen aufgewachsen ist auch Hallmanns Chef, Martin Querhammer. Seit 2006 ist er Geschäftsführer und folgt damit seinem Vater Rolf als Firmenleiter. „Unseren Betrieb gibt es jetzt in der vierten Generation. Im nächsten Jahr haben wir 100-jähriges Jubiläum.“ Er weiß: „Michael Hallmann war der letzte Lehrling, den mein Opa Hans noch eingestellt hat.“

Der Familienbetrieb mit etwa 40 Mitarbeiten macht rund 100 Neuaufbauten im Jahr, erklärt Querhammer. Dazu kommen dann noch 3000 Reparaturen. „Wir bilden jedes Jahr aus“, so Querhammer. „Im Unternehmen sind nur fünf Leute, die nicht hier gelernt haben. Sonst sind hier alles Eigengewächse.“

Mit um die 30 Jahre sei der Altersdurchschnitt der Mitarbeiter sehr jung. „Nichtsdestotrotz brauchen wir Leute wie Herrn Hallmann, die Lebenserfahrung haben und den Laden kennen.“ Querhammer betont, dass die Bodenständigkeit im Familienbetrieb wichtig sei. Das sieht auch Hallmann so: „Das Verhältnis hier stimmt. Meinen Seniorchef habe ich vom ersten Tag an mit ,Rolf’ angesprochen, das war im Jahr 1979.“ Im Betrieb gibt es einmal im Jahr eine Jubiläumsfeier für alle Mitarbeiter und ihre Familien. „Also eigentlich ist das inzwischen eher ein Grillfest“, überlegt Martin Querhammer. Dort gibt es zur Anerkennung Urkunden für die Jubilare. Eine Sache steht für Michael Hallmann allerdings fest: „Die 50 Jahre mache ich noch voll und dann gehe ich in Rente.“

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