Arbeiter-Samariter-Bund löst Arbeiterwohlfahrt ab : Schenefeld: Neuer Träger für Buntes Baumhaus

Kita-Referent Alexander Frädrich (von links), der stellvertretende Landesgeschäftsführer Axel Schröter und der Regionalgeschäftsführer Sören Strohbach vom ASB übernehmen das Ruder in der Kita Buntes Baumhaus. Kita-Leiterin Petra Lentfer nahm das Geschenk der Stadt – Blumensaat, um viele Bienen anzulocken – von Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) und Kathrin Steigbügl aus der Verwaltung entgegen.
Kita-Referent Alexander Frädrich (von links), der stellvertretende Landesgeschäftsführer Axel Schröter und der Regionalgeschäftsführer Sören Strohbach vom ASB übernehmen das Ruder in der Kita Buntes Baumhaus. Kita-Leiterin Petra Lentfer nahm das Geschenk der Stadt – Blumensaat, um viele Bienen anzulocken – von Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) und Kathrin Steigbügl aus der Verwaltung entgegen.

Lückenloser Übergang am 1. August. Bisher ist aber das Personal noch nicht vollständig.

shz.de von
26. Juli 2018, 12:00 Uhr

Schenefeld | Und plötzlich ging alles ganz schnell: Ende des vergangenen Jahres startete das Interessenbekundungsverfahren, Mitte Februar stand die Entscheidung bereits fest: Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) übernimmt die Trägerschaft für die Kindertagesstätte Buntes Baumhaus in der Lindenallee in Schenefeld. Ab dem 1. August liegen die Geschicke der Kinder und Mitarbeiter in den Händen des Samariterbundes.

Gebäude gekauft

Nachdem die Arbeiterwohlfahrt (Awo) die Trägerschaft im vergangenen Jahr gekündigt hatte, musste die Stadt handeln. „Das Grundstück war in Besitz der Stadt. Das Gebäude gehörte der Awo. Ich habe daraufhin angeboten, dass wir es kaufen“, erklärt Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD). In der vergangenen Woche wurde der Kauf für das im Jahr 1974 gebaute Haus notariell besiegelt. Doch nur mit dem Kauf des Gebäudes war es noch nicht getan. Ein neuer Träger musste her. „Aus diesem Grund haben wir dann ein Interessenbekundungsverfahren eingeleitet. Viele Bewerbungen sind daraufhin eingegangen und sie waren auch sehr gut“, so die Bürgermeisterin weiter. Die Bewerbung des ASB habe bei allen Beteiligten des Entscheidungsprozesses für Zustimmung gesorgt. „Das Konzept des ASB lässt sich sehr gut mit dem der Awo vereinbaren. Unser Bestreben war und ist es, dass der Kita-Betrieb hier ohne große Neuabstimmungen übergangslos weiterlaufen kann.“

Dieses Ziel hat auch der ASB. „Was bringt es uns, wenn wir den Betrieb einer gut laufenden Kindertagesstätte komplett auf den Kopf stellen, wenn uns dann im Endeffekt die Mitarbeiter und auch die Eltern mit ihren Kindern weglaufen, weil unser Konzept so gegensätzlich ist?“, erklärt Axel Schröter, stellvertretender Landesgeschäftsführer des Samariterbundes. „Für Kinder, Eltern und Mitarbeiter wird sich definitiv nichts ändern“, fügt Alexander Frädrich hinzu. „Wir werden unser Konzept auf das der Awo anwenden. Das bedeutet ganz einfach, dass wir einzelne Punkte ein wenig vertiefen werden, zum Beispiel Integration.“ Viele Fragen der Eltern konnten schon zuvor geklärt werden.

Träger noch nicht weit verbreitet

Der ASB als Träger für Kitas ist im Kreis Pinneberg noch nicht weit verbreitet. Seit zwei Jahren betreibt er eine Kita in Hasloh, im kommenden Jahr soll eine Bewegungskita in Elmshorn entstehen. Das Bunte Baumhaus in Schenefeld ist die insgesamt 13. Kindertagesstätte, die in Schleswig-Holstein durch den ASB geleitet wird.

Ab dem 1. August ist die Kita offiziell unter der neuen Trägerschaft in Betrieb. Bis dahin muss noch das Schild am Eingang ausgewechselt werden. „Am 31. Juli ist der Urlaub vorbei. Dann kommen die Kinder wieder“, sagt Petra Lentfer, die die Kita seit 2002 leitet – und dies ebenfalls unter dem neuen Träger tun wird. „Die Kinder werden von dem Übergang in die neue Trägerschaft überhaupt nichts mitbekommen.“ Lückenlos solle alles verlaufen, so Lentfer.

„Ursprünglich war die Übernahme zum 1. Januar 2019 geplant“, erklärt Frädrich. Dass es dann doch so schnell ging, liege auch an der guten Zusammenarbeit mit der Stadt und der Awo. „Wir sind uns in allen Dingen sehr schnell einig geworden.“

Drei Mitarbeiter der Kita Buntes Baumhaus verlassen die Einrichtung. Bisher ist erst ein Nachfolger gefunden, das Bewerbungsverfahren läuft noch. „Wir sind aber optimistisch, dass wir die fehlenden Mitarbeiter finden, es sind gute Bewerbungen dabei“, erklärt Lentfer.

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