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Prozess um Schilksee-Räuber wird neu aufgerollt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Kieler Landgericht muss die brutale Raubserie auf Senioren in Kiel-Schilksee neu aufrollen. Wie Oberstaatsanwältin Birgit Heß gestern bestätigte, hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe die Verurteilung zweier Brüder zu langjährigen Haftstrafen aufgehoben und die Neuverhandlung vor einer anderen Strafkammer angeordnet.

Die beiden 31 und 23 Jahre alten Brüder waren im August 2013 zu zwölf und elf Jahren Haft verurteilt worden, da sie zwischen August 2010 und Februar 2011 bei fünf Überfällen maskiert und bewaffnet in die Wohnungen ihrer 65 und 90 Jahre alten Opfer eindrangen und sie beraubten. Besonders tragisch: Bei einem der Überfälle starb eine 82-jährige asthmakranke Bewohnerin. Ein DNA-Massengentest führte auf ihre Spur.

Der Grund des BGH ist rein formal. Landgerichtssprecher Sebastian Brommann erklärt: „Die Schwurgerichtskammer war damals überlastet, weshalb eine Hilfsstrafkammer einberufen wurde, die diese Sache verhandelt hat. Laut BGH-Beschluss habe das Landgericht die Überlastung der Schwurgerichtskammer nicht ausreichend dokumentiert.“ Inhaltlich gab es keinerlei Beanstandungen. Der Fall muss nun – weil beide bis zum rechtskräftigen Urteil in U-Haft sitzen – schnellstmöglich terminiert werden.

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erstellt am 24.Jan.2014 | 13:24 Uhr

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