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Privatleute und Firmen sollen Bildung bezahlen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

shz.de von
erstellt am 30.Okt.2013 | 00:34 Uhr

Alles begann vor fast zehn Jahren. „Meine Tochter wurde damals eingeschult, und wir mussten ihr erstmal jede Menge Bücher und Unterrichtsmaterial kaufen“, sagt Christian Grube. Schon damals habe er gedacht: „Da muss man etwas tun – für die, die das nicht können.“

Fast eine Dekade später hat der 42-Jährige etwas getan. „Wir wollen, dass Wirtschaftsunternehmen aus der Region sich über die Fördervereine an der Ausstattung der Schulen beteiligen“, sagt der Familienvater aus Lübeck. Das liege auch im Interesse der Firmen, die immer wieder über den schlechten Bildungsstand von Schulabgängern und damit potenziellen Auszubildenden klagten. Deshalb hat Grube mit anderen Eltern die nicht-kommerzielle Internetplattform dubistbildung.de ins Leben gerufen, auf dem sich Unternehmen und Privatleute mit der Zustimmung von Schule und Förderverein als Spender registrieren lassen können. Gestern Abend gab es in der Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule in Bad Schwartau bei Lübeck einen ersten Infoabend.

Es gehe darum, die Unternehmen an die Schulen ihrer Region zu binden, so Grube. Lehrerstellen können Firmen und Einzelpersonen durch Spenden an Fördervereine nicht schaffen, aber die Ausstattung einer Schule können sie verbessern, vor allem bei Unterrichtsmaterialien. „In manchen Büchern gibt es noch die innerdeutsche Grenze – das kann doch nicht angehen“, sagt Grube. Er wolle den staatlichen Bildungsauftrag nicht in Frage stellen. „Aber wir müssen ihn wegen der schlechten Ausstattung der öffentlichen Hand ergänzen, damit auch Schüler aus einkommensschwächeren Familien gute Bildung bekommen.“


> www.dubistbildung.de

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