Politik unterstützt Neukonzeption

Verwaltungsmitarbeiter Holger Klein vom Fachdienst EDV (von links), Büchereileiter Michael Harbeck und CDU-Politiker Justus Schmitt in der Sitzung des Bildungsausschusses im regen Gedankenaustausch zum Thema Neukonzeption und Stundenmehrbedarf in der Bücherei.
Verwaltungsmitarbeiter Holger Klein vom Fachdienst EDV (von links), Büchereileiter Michael Harbeck und CDU-Politiker Justus Schmitt in der Sitzung des Bildungsausschusses im regen Gedankenaustausch zum Thema Neukonzeption und Stundenmehrbedarf in der Bücherei.

Personalbedarf für EDV-Support in der Stadtbücherei mehrheitlich befürwortet / Stunden einer Mitarbeiterin werden aufgestockt

shz.de von
04. August 2018, 16:44 Uhr

Mit zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung der Christdemokraten stimmten die Politiker des Bildungsausschusses einer Neukonzeption und Neuausrichtung der Stadtbücherei mit den ihr angegliederten Serviceeinheiten Kreismedienzentrum und Schulmedienverwaltung für die Klaus-Groth-Schule (KGS) zu. Damit einher geht ein Mehrbedarf an Personalstunden von vorerst sieben Stunden.

Mit der Aufstockung der Stundenzahl hatten die Christdemokraten Probleme. Sie bezogen ihn ausschließlich auf den IT-Bereich. „Es macht für uns keinen Sinn, in der Bücherei extra jemanden für EDV einzusetzen, wenn doch dieser Bereich von der IT-Abteilung der Verwaltung betreut wird“, merkte Justus Schmitt an. Doch Büchereileiter Michael Harbeck hatte in seinen Ausführungen zur Neukonzeption mit dem Mehrbedarf an Personalstunden den EDV-Support gemeint, der unmittelbar Problemlagen in der Bücherei betrifft. „Wir sind besser aufgestellt, wenn wir für die ewig gleichen Probleme wie lopac-Neustart, Systemabstürze, Druckeranbindungen, Kundennotfallberatung zu E-Bookreader und Internet eine Kollegin vor Ort haben, die über die wichtigsten EDV-Kenntnisse verfügt, um den Betrieb vor Ort zu gewährleisten“, erklärte der Büchereileiter. Er verwies darauf, dass sich dafür eine Kollegin anböte, die bisher bereits die Anwenderbereiche der Homepage betreut, den Ausweisdrucker in ihrer Obhut hat und mit dem Aufbau des Facebookprofils der Stadtbücherei beschäftigt war.

Die betreffende Kollegin ist bislang mit 15 Wochenstunden für die Bücherei beschäftigt und würde gerne mehr tätig werden. Harbeck machte deutlich, dass eine Erweiterung der Stunden auch diverse Tresendienste beinhalte, um die Büchereikolleginnen bei zahlreichen neuen Tätigkeiten im Bereich des Kreismedienzentrums zu entlasten.

Und doch wollten die Christdemokraten erst abwarten, welche Personalentlastungen durch eine fast abgeschlossene Hardwareumstellung und die beginnende Neukonzeption von Bücherei, Kreismedienzentrum und KGS-Schulmedienverwaltung möglich sind. „Angesichts unserer angespannten Haushaltslage sollten wir noch keine Entscheidung treffen“, rief Daniel Kölbl (CDU) die Politiker von SPD, FDP und den Grünen zum Abwarten auf. Die Verwaltung hatte an Mehrkosten für Personalausgaben 7200 Euro pro Jahr aufgezeigt.

Harbeck bezeichnete die gewünschten sieben Mehrstunden pro Woche für eine Kollegin, die mit ihrer 15-Stunden-Woche 60 Überstunden aufgebaut habe, als „maßvoll“. Grünen-Politiker Hans-Jürgen Brede ging mit ihm konform und sagte Richtung CDU: „Es geht doch nicht um die Computerneueinrichtung, sondern um die Umstellung vom Buch zu neuen Medien. Es geht um Schulung und Betreuung von Schulkassen. Das geht nicht ohne Personal.“

Dem Ansinnen der Christdemokraten, über die drei Punkte der Beschlussempfehlung − Neukonzeption, Sammeln von Ideen für eine neue Namensgebung der Bücherei und der mit ihr verbundenen Institutionen sowie Personal-Stundenmehrbedarf − getrennt abzustimmen, folgten SPD, Grüne und FDP nicht. Mit sechs Stimmen, darunter auch eine CDU-Stimme, wurden der von Harbeck vorgestellten Neukonzeption und dem Stundenmehrbedarf zugestimmt. Der Punkt neue Namensgebung für die Bücherei wurde jedoch aus dem Beschlussvorschlag genommen. „Ich bin mir aber sicher, dass da zu gegebener Zeit die Bücherei etwas vorschlagen wird“, sagte der Vorsitzende des Bildungsausschusses Horst Lichte (SPD).

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