Planungen für neues Baugebiet

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Östlich der Bürgermeister-Tesch-Straße soll ein Quartier für Familien und seniorengerechtes Wohnen entstehen

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18. Mai 2018, 16:05 Uhr

Die Gemeinde will auf einer ehemals landwirtschaftlich genutzten Fläche westlich Rue de Challes, östlich der Bürgermeister-Tesch-Straße und südlich des Eichenwegs Wohnbebauung mit Einzelhäusern, Doppelhaushälften und Mehrgeschossbauten für altersgerechtes Wohnen ermöglichen und dafür einen Bebauungsplan (B-Plan) 22 aufstellen. Im Ausschuss für Umweltschutz, Bauleitplanung und Kleingarten wurden drei Entwürfe des Pinneberger Planungsbüros „dn Stadtplanung“ diskutiert.

Die Planungsideen unterschieden sich in der Einteilung der Wohnquartiere und der damit verbundenen unterschiedlichen Möglichkeiten der Straßen- und Wegeführung innerhalb des allgemeinen Wohngebiets mit Anschluss an die Dorfstraße, den Eichenweg und die Bürgermeister-Tesch-Straße. Bauausschuss und Gemeinderat fassten den Beschluss für die Variante, das Wohngebiet über eine Ringstraße zu erschließen.

Die Festsetzungen des Entwurfs für den B-Plan 22 orientieren sich größtenteils an den Festsetzungen des Bebauungsplans 15 − Bürgermeister-Tesch-Straße. Allerdings sind die Festsetzungen zur Dachgestaltung, zur Gestaltung der Fassaden und zur Einfriedung „etwas lockerer“ gestaltet worden, wie Stadtplanerin Diplom-Ingenieurin Anne Nachtmann (Foto) betonte. Die Mindestgröße der Baugrundstücke bei Einzelhäusern soll 500 Quadratmeter betragen. Bei Doppelhäusern soll auf jede Haushälfte ein Grundstücksanteil von mindestens 300 Quadratmetern entfallen. Bei eingeschossiger Bebauung darf die Traufhöhe maximal 4,50 Meter und bei zweigeschossiger Bebauung maximal 6,40 Meter betragen. Ausgenommen sind Dächer von Friesengiebeln, Krüppelwalmen oder Gauben.

Je Einzelwohngebäude sind maximal zwei Wohneinheiten zulässig, bei Doppelhäusern je Haushälfte eine Wohneinheit. Pro Wohneinheit sind zwei Pkw-Stellplätze vorzuhalten. Maximal zehn Wohneinheiten pro Wohngebäude wären im Geschosswohnungsbau im südlichen Plangeltungsbereich möglich. Die maximale Firsthöhe der Gebäude darf neun Meter betragen, die seniorengerechten Mehrfamilienhäuser dürfen höher gebaut werden. Anfallender Bodenaushub soll möglichst im Plangebiet verbleiben und in geeigneter Weise wieder verwendet werden. Auch Festsetzungen zur Grünordnung wurden getroffen. Die Entwässerung soll durch Mulden den erfolgen.

Interessierte Bürger, die die Vorstellung der Planungsidee im Bauausschuss verfolgten, wiesen darauf hin, dass ein Gesamtkonzept für die Regenwasserversickerung in dem Gebiet notwendig wird. „Der Graben an der Bürgermeister-Tesch-Straße ist jetzt schon bei Regen voll“, hieß es. Mahnende Worte von Bürgern gab es auch hinsichtlich der Anbindung der Bürgermeister-Tesch-Straße an die Beton- und Hauptstraße. „Wenn jetzt noch ein Wohngebiet hinzukommt, wird die Verkehrssituation dort Richtung Tornesch noch schlimmer. Das ist die gefährlichste Kreuzung, die wir in der Gemeinde haben. Wir müssen die Forderung nach einem Kreisel wieder aufnehmen“, so Gebhard Rühlow.

Im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit liegt die Planungsidee für den B-Plan 22 bis zum 15. Juni in der Amtsverwaltung Geest und Marsch Südholstein aus und kann dort montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und montags zusätzlich von 14 bis 18 Uhr eingesehen werden.

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