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Planfeststellung für Fehmarnbelt-Querung läuft

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Milliardenvorhaben feste Fehmarnbelt-Querung geht in eine neue Etappe: Die dänische Projektgesellschaft Femern A/S übergab gestern in Kiel die Planungsunterlagen. Der Bau eines Tunnels zwischen Fehmarn und der dänischen Insel Lolland sei nicht nur ein deutsch-dänisches Vorhaben, sondern habe europäische Dimension, sagte Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD). Das nun anstehende Planfeststellungsverfahren für das derzeit größte Verkehrsprojekt in Nordeuropa wird mindestens eineinhalb Jahre lang dauern. Dabei wird geprüft, ob alles sachlich und rechtlich in Ordnung ist. Wenn alles wie geplant läuft, soll der Bau des knapp 18 Kilometer langen Tunnels zwischen Puttgarden und Rødby im Sommer 2015 beginnen.

Die Fertigstellung ist für Ende 2021 vorgesehen. Den Straßen- und Eisenbahntunnel bezahlt Dänemark allein, weil das Nachbarland an dem Projekt das größere Interesse hat. 5,5 Milliarden Euro sind dafür veranschlagt. Deutschland muss nur für seine Hinterlandanbindung aufkommen. Dafür wurden zunächst 800 Millionen Euro veranschlagt, doch eine Verdopplung der Kosten wird befürchtet.

19 Aktenordner mit insgesamt 10 000 Seiten sind das Ergebnis vierjähriger Vorarbeiten der dänischen Planungsgesellschaft. Mehr als 8000 davon betreffen Umweltfragen. Femern-Vorstandschef Claus Baunkjaer sprach in Kiel vom wichtigsten Meilenstein für das Projekt seit Vertragsunterzeichnung zwischen Deutschland und Dänemark vor fünf Jahren. „Das ist ein sehr guter Tag für das Projekt.“

Nach öffentlicher Auslegung sind Einwendungen gegen das Großvorhaben möglich, das in Ostholstein auf starken Widerstand stößt und auch von den an der Landesregierung beteiligten Grünen abgelehnt wird. Die Landesregierung sei sich der Befürchtungen sehr bewusst, sagte Minister Meyer. Über den Verlauf der Bahntrasse von Puttgarden in Richtung Hamburg will er am 1. November in Lübeck mit Bahnchef Rüdiger Grube sprechen.

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erstellt am 19.Okt.2013 | 00:33 Uhr

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