„Peitschen“ spüren keinen Druck

Kann sie auch heute beherzt den Abschluss suchen? Der Einsatz von Rückraumspielerin Hannah Pauli entscheidet sich auf Grund einer Gehirnerschütterung kurzfristig (links: Katja Lietzau).
Kann sie auch heute beherzt den Abschluss suchen? Der Einsatz von Rückraumspielerin Hannah Pauli entscheidet sich auf Grund einer Gehirnerschütterung kurzfristig (links: Katja Lietzau).

Drittliga-Handballerinnen des TSV Wattenbek empfangen heute Abend den Ex-Meister und -Europapokalsieger Frankfurter HC

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16. November 2018, 17:17 Uhr

Hoher Besuch bei den Drittliga-Handballerinnen des TSV Wattenbek: Die „Peitschen“ empfangen heute Abend den früheren Deutschen Meister und Ex-Europapokalsieger Frankfurter HC in der Hans-Brüggemann-Schule (17.30 Uhr). Es ist zugleich ein Duell der Tabellennachbarn, die Gäste von der Oder (10:2 Punkte/ 172:141 Tore) liegen einen Rang vor den Wattenbekerinnen (7:5/180:177) derzeit auf dem vierten Platz.

Andreas Juhra weiß um die Stärke der Frankfurterinnen, in deren Reihen Anja Ziemer und Theresa Loll über Bundesligaerfahrung verfügen. Doch Wattenbeks Trainer sagt auch: „Wir haben im vergangenen Jahr zweimal gut gegen den FHC ausgesehen.“ Recht hat er: In der Schlusssekunde des Rückspiels glich Tanja Potratz per Siebenmeter zum umjubelten 27:27 aus. Potratz, die vor dieser Saison ihre höherklassige Laufbahn eigentlich beendete, soll heute erneut als Aushilfe mit von der Partie sein. Gleiches gilt für Leandra Kühn, sodass die Wattenbekerinnen zusammen mit Nadine Klotz über drei Kreisläuferinnen verfügen. „Dort können wir aus dem Vollen schöpfen“, freut sich Juhra. Sorgen bereitet ihm Rückraumspielerin Hannah Pauli. Ein Schlag ins Gesicht führte zu einer Gehirnerschütterung, die noch nicht vollständig abgeklungen ist. Erst kurz vor dem Anpfiff fällt die Entscheidung über die Einsatzfähigkeit der 25-Jährigen.

Mit dem Spiel gegen Frankfurt stehen für Wattenbek nun fünf Begegnungen in 28 Tagen auf dem strammen Programm. Zum Vergleich: Die ersten sechs Partien wurden in 51 Tagen absolviert. Das Kräftemessen mit dem FHC ist für Juhra nur der Aufgalopp ohne ganz hohe Erwartungshaltung. „Die nachfolgenden Spiele sind deutlich wichtiger“, sagt der Coach. Von daher können Maxie Bech, Svenja Hollerbuhl, Janina Harms und Co. heute vergleichsweise entspannt ins Match gehen.

Vom FHC, der in der vergangenen Spielzeit bei seinen vier Spielen in Schleswig-Holstein nur beim TSV Travemünde (22:19) gewann, wird dagegen mehr erwartet. Trainiert wird das Team von Wolfgang Pötzsch. Der 71 Jahre alte Diplom-Sportlehrer bestritt 35 Länderspiele für die DDR, war Nationaltrainer der DDR-Frauen und arbeitete nach der Wende unter anderem als Coach des Buxtehuder SV. Seine aktuelle Mannschaft schaffte in dieser Spielzeit den Einzug ins DHB-Pokal-Achtelfinale, unterlag dort dem Bundesligisten Borussia Dortmund 24:33.


Es fehlen: Krolak (Knorpelschaden im Knie/Saisonende). – Bisher letzte Duelle: Wattenbek verlor auswärts 24:26, in eigener Halle gab es ein 27:27. – Außerdem spielen: Sonnabend, 18 Uhr: SV Henstedt-Ulzburg – HSG Jörl DE Viöl; 19 Uhr: SC Alstertal-Langenhorn – Eintracht Hildesheim; 19.30 Uhr: MTV Altlandsberg – HG Owschlag/Kropp/ Tetenhusen; Sonntag, 13 Uhr: Buxtehuder SV II – TV Hannover-Badenstedt; 16 Uhr: GW Schwerin – TSG Wismar.

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