Papier, Flaschen und viele Kondome

Gemeinsam mit den Lehrern Inka Hogreve (links) und Björn-Erik Werner sowie Schulbegleiterin Annett Bassitta ging es für die Schüler zum Müll sammeln in den Esinger Wohld. Mit dabei war auch Kasbar, der Schulhund der Klaus-Groth-Schule.
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Gemeinsam mit den Lehrern Inka Hogreve (links) und Björn-Erik Werner sowie Schulbegleiterin Annett Bassitta ging es für die Schüler zum Müll sammeln in den Esinger Wohld. Mit dabei war auch Kasbar, der Schulhund der Klaus-Groth-Schule.

Tornescher Schüler befreien den Esinger Wohld vom Müll / Aktion bringt Spenden für soziale Projekte

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05. Juli 2018, 16:05 Uhr

Mit Zangen, Müllsäcken und Gummihandschuhen ausgerüstet, haben jüngst 21 Schüler der Tornescher Klaus-Groth-Schule den Esinger Wohld durchforstet. Abgesehen hatten sie es dabei auf Müll. Doch die Aktion hatte neben dem Umweltschutz einen weiteren positiven Aspekt: Dank des Einsatzes der Schüler und einer Spende der Stadt Tornesch werden soziale Projekte unterstützt.

„Schüler helfen Leben“, so heißt ein Verein aus Schleswig-Holstein, der seit 20 Jahren den sogenannten Sozialen Tag organisiert. Dabei arbeiten Schüler einen Tag lang an einem Arbeitsplatz ihrer Wahl. Das so erarbeitete Geld wird für Projekte gespendet, die Jugendliche in Südosteuropa und syrische Flüchtlinge in Jordanien unterstützen. Eine gute Sache, dachte sich die Tornescherin Bettina Struckmeyer, deren Sohn Erik die Klasse 7a der KGS besucht. Bei Erik und seinen Mitschülern sei sie auf offene Ohren gestoßen, berichtet Struckmeyer. Ebenso bei der Stadt Tornesch. Und so wurde die Idee einer Müllsammelaktion im Esinger Wohld geboren. Unterstützung erhielt Struckmeyer dabei von Rainer Lutz, Leiter der Stabstelle Umwelt und Wirtschaftskoordination. Lutz hatte angeregt, insbesondere die Wege rund um das Waldgebiet zu säubern, da dort voraussichtlich der meiste Unrat zu finden sei.

Eine Vorhersage, die zutraf. Denn die Siebtklässler, die in vier Gruppen zu je vier oder fünf Schülern unterwegs waren, wurden reichlich fündig. Papier, Tetra-Packs, Wodka- und Saftflaschen landeten in den Müllsäcken. Und jede Menge Kondompackungen. Sehr zur Erheiterung der Schüler, wie Struckmeyer berichtete. Der 13-jährige Erik konnte zudem einen Teppich einsammeln.


Zahlreiche Schüler engagieren sich

Drei Stunden waren die Schüler im Wohld unterwegs. In der Zeit konnten sie zwei Beutel mit Müll füllen. „Das ist eine tolle Aktion. Schön auch, dass wir als Klasse unterwegs sind“, sagte die 13-jährige Irem. Die Schüler der Klasse 7a waren jedoch nicht die einzigen Klaus-Groth-Schüler, die den Sozialen Tag für ehrenamtliches Engagement nutzten. Zahlreiche Jugendliche arbeiteten für den guten Zweck. Die Schule sei ziemlich entvölkert gewesen, berichtete ein Lehrer.

Da die Schüler der 7a nicht für ein Unternehmen arbeiteten und entsprechend auch keinen Lohn erhielten, den sie spenden konnten, hatte sich die Stadt Tornesch rasch bereit erklärt, 250 Euro für „Schüler helfen Leben“ zur Verfügung zu stellen. Und ein paar Euro haben zudem Spaziergänger beigesteuert, die im Esinger Wohld auf eine Schülergruppe gestoßen waren. Sie hatten − nachdem ihnen die Schüler von der Aktion berichtet hatten − kurzerhand ihr Portemonnaie gezückt und den Jugendlichen einen Obolus in die Hand gedrückt.

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