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Olympia-Bewerbung: Hamburgs FDP will Umland mit ins Boot holen

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Am Freitag beginnen die Olympischen Winterspiele in Sotschi – und dürften bei Olympia-Fans in Hamburg die Lust auf Sommerspiele in der eigenen Stadt noch wachsen lassen. Genau zum passenden Zeitpunkt wird sich kommende Woche erstmals auch die Bürgerschaft mit einer möglichen Olympia-Bewerbung für 2024 oder 2028 befassen. Die oppositionelle FDP-Fraktion legt einen Antrag vor, der ganz ausdrücklich die Nachbarländer Schleswig-Holstein und Niedersachsen ins Boot holt. Geht es nach den Elbliberalen, wird das Landesparlament den SPD-Senat auffordern, einen Handlungsplan („Roadmap“) für eine Bewerbung 2024 oder 2028 zu erarbeiten, der die Metropolregion einschließen soll. Gedacht ist an eine Olympia-Arbeitsgruppe sowie eine Machbarkeitsstudie.

In der Antragsbegründung heißt es: „Die FDP-Fraktion ist überzeugt, dass eine Bewerbung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) für Olympische Sommerspiele 2024 oder 2028 Erfolg haben kann.“ Das größte Sportereignis der Welt brächte nicht nur Hamburg, sondern dem gesamten Norden einen „infrastrukturellen Impuls“. Rückenwind erwarten sich die Hamburgs Liberale für die Elbquerungen westlich (A 20) und östlich (A 21) der Stadt, die Hafenquerspange, die S4 nach Bad Oldesloe, die S21 nach Kaltenkirchen sowie die Verlängerung der U4 über die Elbe nach Süden. Auch würden alle Hamburger von einer „umfassenden Sanierung der Straßen“ profitieren.

Die Freien Demokraten wünschen sich ein Sportwirtschaftscluster für die Metropolregion, das Kräfte aus Politik, Wirtschaft und organisiertem Sport bündele. Die Landessportbünde Schleswig-Holsteins und Niedersachsens seien einzubinden, „um eine solche Bewerbung zu einem Anliegen der gesamten Metropolregion zu machen“.

Auch der SPD-Senat liebäugelt mit einer Olympia-Bewerbung, hält den Zeitpunkt aber für noch nicht gekommen. Zunächst soll die bis 2020 ausgelegte Sport-Dekadenstrategie greifen. „Hamburg befindet sich im Trainingslager“, pflegt Innen- und Sportsenator Michael Neumann (SPD) zu sagen. An dessen Ende freilich wolle die Stadt fit genug sein, um für jedes Weltsportereignis in Frage zu kommen. Derzeit erwägt die Stadt Bewerbungen um die Weltmeisterschaften im Straßenradsport (2017 oder 2018), Turnen und Rudern (beide 2019).

Prüfen lassen will die FDP schließlich auch eine gemeinsame Bewerbung Hamburgs mit Berlin. Genau das aber hat DOSB-Generalsekretär Michael Vesper gerade abgelehnt. Eine Aufteilung der Olympia-Gastgeberschaft sei vom IOC nicht gewollt.

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erstellt am 04.Feb.2014 | 15:38 Uhr

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