Ochsentour für die Roten Bullen geht weiter

shz.de von
03. August 2018, 16:06 Uhr

Als die nächste Etappe auf der Ochsentour durch Europa erreicht war, gab sich Ralf Rangnick ziemlich entspannt. Frust oder Motivationsprobleme waren dem Macher von RB Leipzig und seinem Team nicht anzumerken - obwohl die Vorbereitungsphase mittlerweile ein Höchstmaß an Logistik verlangt. „Wir hoffen ja, dass wir in der Europa League weiterkommen. Der erste Schritt ist getan“, sagte Rangnick nach dem 1:1 (0:0) bei den Schweden von BK Häcken. Durch das Remis und das 4:0 im Hinspiel zogen die Schützlinge von Trainer und Sportdirektor Rangnick mit einer am Ende besseren B-Elf ungefährdet in die 3. Qualifikationsrunde ein. Dort bleibt der Gegner im europäischen Maßstab eher unterklassig. Am 9. und 16. August geht es gegen die Rumänen von CS Universitatea Craiova. Sollte sich RB auch dort durchsetzen, müssen die Sachsen an den Folge-Donnerstagen noch zwei Mal in den Play-offs ran. Erst dort kann das Ticket für die Gruppenphase gelöst werden.

Zu beneiden ist RB angesichts der vielen Pflichttermine in der Vorbereitung nicht, doch der Club macht das Beste daraus und lamentiert nicht. „Wir machen ja den ganzen Aufwand nicht, um dann ehrenvoll auszuscheiden. Wir wollen in die Gruppenphase“, betonte Rangnick. Die Spieler sahen das ähnlich. „Es war für uns alle gut, Spielpraxis zu sammeln, um langsam unsere Form zu finden“, meinte der umworbene Emil Forsberg. Massimo Bruno (47.) hatte RB in Front gebracht, Daleho Irandust (85.) glich für Häcken beim Spiel in Göteborg aus. „Wir sind auf einem guten Weg“, meinte Mittelfeldspieler Diego Demme.

Doch der Weg bleibt steinig. Die nächsten Testspiele stehen unmittelbar bevor. Rangnick muss die Belastung gut steuern, damit einigen seiner Profis nicht schon zum Start der neuen Bundesliga-Saison Mitte August die Luft ausgeht.

Ein Profi erhielt zum Wochenende Sonderurlaub. WM-Fahrer Forsberg durfte in Schweden bleiben und zu seiner Frau in die Heimat nach Sundsvall eilen. Am Wochenende ist der Geburtstermin des ersten gemeinsamen Kindes. Rangnick: „Es ist normal, dass Emil bei seiner Frau sein will. Wir haben es erlaubt.“

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