Noch fehlen Details zur Agrarwende

juergen_muhl-1270

fju_maj_0203 von
07. September 2019, 10:02 Uhr

 Bauern und Politik im Dialog

Im Grunde ist man sich einig. Schleswig-Holsteins Landwirte und die politische Seite, angeführt vom grünen Minister Jan Philipp Albrecht, wollen eine Agrarwende herbeiführen. Dies wurde gestern auf dem Landesbauerntag mehr als deutlich. Man hatte das Gefühl, dass die rund 1200 zuhörenden Bauern die Offensive begrüßen. Riesenbeifall für den Präsidenten, verhaltener Applaus für den alternativen Minister. Was schon viel heißen will bei den durchweg konservativen Landwirten. Der Annäherungsprozess, der mit Albrechts Vorgänger Robert Habeck begonnen hat, wird fortgesetzt. Der Wille ist also vorhanden, nur das Stück Papier fehlt noch. Inhalt also. Was heißt Agrarwende? Eine Antwort darauf wurde gestern nur im Ansatz gegeben.

Ist die Wende damit vollzogen, dass Lebensmittel teurer werden und vornehmlich Öko-Produkte gekauft werden? Sicher nicht. Ein einheitliches europäisches Preisniveau herzustellen, das wird der Politik kaum gelingen. Und wenn Politiker wie der grüne EU-Fantast Rasmus Andresen mehr über Artenschutz als über die Sorgen der Landwirte räsonieren, bleibt die Wende schon im Dialog stecken. Die Landwirte wollen handfeste Vorschläge und keine Träumereien. Das unterscheidet diesen Berufsstand von Teilen der Politik.

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