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18. Oktober 2017 | 21:05 Uhr

Noch eine Brücken-Baustelle

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Rader Hochbrücke: Fahrbahnübergänge werden ausgewechselt / Bereits neun Stützpfeiler saniert

shz.de von
erstellt am 13.Sep.2013 | 12:54 Uhr

Die Sanierung des Rendsburger Kanaltunnels dauert erheblich länger als erwartet und wird voraussichtlich erst Ende 2015 abgeschlossen sein – jetzt will Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) alle Verantwortlichen an einen Tisch holen, um eine schnellere Lösung zu erreichen.

Dies kündigte er gestern auf der Rader Hochbrücke an, wo mit Hochdruck an der Sanierung der 40 Meter hohen Betonpfeiler gearbeitet wird. Und in der kommenden Woche soll außerdem damit begonnen werden, die Fahrbahnübergänge komplett auszutauschen. Diese Übergänge befinden sich auf beiden Seiten der Brücke und gleichen die Verformungen und Bewegungen zwischen der Fahrbahn und der Brücke aus. „Eine Brücke ist stets in Bewegung“, erklärt Torsten Conradt, Direktor des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr. Entsprechend stark werden diese Stahlkonstruktionen belastet. Mit den anderen Schäden an der Brücke hat dies nichts zu tun, geplant war die Erneuerung der Übergänge schon länger.

Zusätzliche Verkehrsbehinderungen sind dadurch nicht zu erwarten, da derzeit ohnehin eine Fahrspur je Richtung gesperrt ist. Beginnen werden die Arbeiten an den Übergängen am kommenden Dienstag, bis 20. Oktober sollen sie beendet sein. Die Kosten belaufen sich auf 660 000 Euro.

Zum Sanierungsstand der maroden Brückenpfeiler versicherte Conradt, dass alles planmäßig verläuft. Neun der 28 Brückenstützen sind bereits komplett saniert, der Bröselbeton wurde herausgestemmt und die Löcher mit Spritzbeton verfüllt. An zwölf weiteren Pfeilern sind die Betonierungen gut vorangekommen. Teilweise ist der Beton so stark beschädigt, dass er noch in 35 Zentimeter Tiefe schadhaft ist. Dabei sind die Pfeilerwände nur 60 Zentimeter stark, einige sogar nur 40  Zentimeter. Conradt: „Das ist schon eine sehr schlanke Konstruktion, heute würde man das so nicht mehr bauen.“

Bis Ende November sollen alle Betonstützen wieder tragfähig sein. So geht Wirtschaftsminister Meyer davon aus, dass das Zeitfenster eingehalten wird. Allerdings mit einer Einschränkung: „Wir sind ein bisschen auf die Witterung angewiesen, hoffen auf einen milden Herbst – weil der Beton aushärten muss.“

Mit Blick auf die neuen Probleme bei der Sanierung des Rendsburger Kanaltunnels meinte der Wirtschaftsminister abschließend: „Ihr würde mir wünschen, dass die Wasser- und Schifffahrtsdirektion dort genauso zielstrebig vorgeht wie es hier an der Rader Hochbrücke geschieht.“


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