Nicht nur Teddys verteilen

margret kiosz

Margret Kiosz von
04. März 2020, 15:05 Uhr

 Flüchtlingskinder keine Last

Günthers Vorschlag ist politisch und moralisch richtig. Es ist ein Gebot christlicher Nächstenliebe, Kinder nicht länger in Schlamm und Kälte im griechisch-türkischen Grenzgebiet vegetieren zu lassen. Es ist zugleich ein Armutszeugnis, dass es diese Zustände überhaupt gibt. Die EU – also auch unser Land – hat das Elend zugelassen, mit den falschen Machthabern paktiert und deren perfides Spiel im Syrien-Krieg toleriert. Jetzt haben wir die hässlichen Bilder, vor denen sich Merkel 2015 so fürchtete und deshalb (verfassungswidrig?) die Grenzen öffnete! Alle starren wie die Kaninchen auf Griechenland, das nicht nur mit den grenzstürmenden Migranten fertig werden muss , sondern auch mit dem eigenen Volk, das die Last nicht mehr tragen will.

30 Flüchtlingskinder (wohlgemerkt Kinder!) sind für Schleswig-Holstein keine Last. Selbst 5000 Euro Betreuungskosten pro Kind und Monat sind zu schultern. Schön wäre es allerdings, wenn alle, die jetzt Willkommen rufen, nicht nur warme Jacken und Teddys verteilen, sondern die Jungen und Mädchen in ihren Häusern, Straßen, Kitas und Schulen willkommen heißen und sie nicht wieder in integrationsunfähige Brennpunkte abschieben. Wahre Nächstenliebe ist, wenn man selbst hilft und nicht andere, meist Schwächere, dazu verdonnert, die gesellschaftlichen Folgen für sein eigenes gutes Gewissen zu tragen.

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