Neuer Glanz fürs Dörpshus

Malerarbeiten in der Feuerwache Neuendeich? Die Ausschussmitglieder Ellen Kruse (von links), Jan Ladiges, Claus May, Gesine Hein, Barbara Christiane Jürgens und Bürgermeister Reinhard Pliquet beraten vor Ort über Für und Wider.
Malerarbeiten in der Feuerwache Neuendeich? Die Ausschussmitglieder Ellen Kruse (von links), Jan Ladiges, Claus May, Gesine Hein, Barbara Christiane Jürgens und Bürgermeister Reinhard Pliquet beraten vor Ort über Für und Wider.

Neuendeich: Umfangreiche Sozialausschuss-Agenda abgearbeitet/ Ausflugsprogramm mit Bürgerengagement?

shz.de von
11. September 2018, 16:05 Uhr

Soll die Feuerwache neu gestrichen werden, lässt sich ein gemeindliches Ausflugsprogramm initiieren, kann die Straßenbeleuchtung länger anbleiben? Die Ausschussmitglieder für Soziales, Jugend, Senioren und Kultur in Neuendeich hatten auf ihrer ersten Sitzung nach den Ferien viele Themen auf ihre Agenda gesetzt, zu denen sie ihre Empfehlungen in der nächsten Gemeinderatssitzung abgeben werden.

Da das bürgerliche Mitglied Kerstin Samter (CDU) nicht zu ihrer offiziellen Verpflichtung kommen konnte, Bürgermeister Reinhardt Pliquet (SPD) keine Mitteilungen auf dem Zettel hatte und kein Einwohner zur Fragestunde gekommen war, konnte das Gremium gleich in Tagesordnungspunkt 4 einsteigen. In kürzester Zeit war der Zuschuss für die präventive Kinder- und Jugendarbeit des Wendepunkt gegen sexuellen Missbrauch in Höhe von 215 Euro für 2019 befürwortet.

Wesentlich mehr Zeit beanspruchte der Punkt „Renovierung Dörpshus“. Die Erdgeschossräume einschließlich der Toiletten müssen gestrichen, die Vorhänge erneuert werden, da waren sich der Ausschussvorsitzende Claus May (SPD) und die Mitglieder Ellen Kruse (CDU), Gesine Hein (SPD), Barbara Christiane Jürgens (SPD) mit dem Bürgermeister und dessen Stellvertreter Jan Ladiges (CDU) nach genauerem Hinsehen einig. Ob auch Wände und Decke der angrenzenden Feuerwache gestrichen werden sollten, wollen die Mitglieder von den Kosten abhängig machen. Denn hohe Ausgaben, so die einhellige Meinung, lohnten sich nicht mehr, da in absehbarer Zeit ein Neubau der Wache unumgänglich sei. „Wenn wir für den Neubau Fördermittel nutzen wollen, dann muss er innerhalb der kommenden zwei Jahre entstehen“, informierte Pliquet.

Ein weiterer Punkt, der den Ausschussmitgliedern am Herzen liegt, ist − zusätzlich zu der jährlichen Seniorenausfahrt − ein gemeindlich initiiertes und in kleinem Rahmen bezuschusstes Tagesausflugsprogramm für Neuendeicher von jung bis alt. Dieses sollte gern mit Hilfe Freiwilliger für den Fahrdienst mit Privatwagen, fallweise kombiniert mit öffentlichen Verkehrsmitteln, und für die Organisation realisiert werden. „Interessante Ziele in der Nähe gibt es genug“, war sich Ellen Kruse sicher. Bis zur nächsten Ausschusssitzung sollen Ideen gesammelt werden. „Dazu sind auch alle Neuendeicher eingeladen, Vorschläge bei uns abzugeben“, sagten Pliquet und Barabara Christiane Jürgens, die sich als Mitorganisatoren zur Verfügung stellen. Interessierte, die das Projekt mit Ideen und Taten unterstützen möchten, können sich bei Pliquet unter den Telefonnummern (0 41 22) 4 79 68 und (01 71) 3 25 97 11 melden.


Straßenbeleuchtung soll länger brennen

In der weiteren Diskussion sprach sich der Ausschuss dafür aus, die Straßenbeleuchtung auf Anregung einer Jungwählerumfrage länger eingeschaltet zu lassen. Gehen die Lampen jetzt zwischen 23 und 1 Uhr aus, so könnten sie wirtschaftlich vertretbar bis 2 Uhr weiterleuchten. Ebenso fand eine Beschilderung der 25 Apfelbäume alter Sorten im Apfelgarten am historischen Wanderweg Zustimmung. Für die sogenannte Ökokonto-Fläche der Gemeinde auf der Schlickburg, rund 7000 Quadratmeter, schlägt der Ausschuss eine Neugestaltung vor. Und der künstlerisch gestaltete Maibaum am Dörpshus sollte vom Parkplatz an einen prominenteren Platz versetzt werden. „Wir könnten uns dafür den Grünstreifen neben dem Feuerwachenvorplatz vorstellen“, resümierte Claus May.
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