Neuer Anlauf für Kreisverkehr?

Ernst-Heinrich Jürgensen (68)
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Ernst-Heinrich Jürgensen (68)

Heidgrabener Bürgermeister regt an, beim Land wegen eines Kreisels im Ortszentrum nachzufragen / Pläne existieren bereits

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07. September 2018, 16:05 Uhr

Die Pläne liegen in der Schublade und sollen nach dem Willen der Gemeinde Heidgraben nun wieder auf den Tisch kommen: Es soll ein neuer Anlauf für den Bau eines Kreisverkehrsplatzes im Ortszentrum gestartet werden. Das hat Bürgermeister Ernst-Heinrich Jürgensen (SPD) angeregt.

Eigentlich sollte er bereits stehen, der Kreisverkehr als Verbindung von Beton-, Haupt-, Uetersener und Bürgermeister-Tesch-Straße. Im Zuge des MarktTreff-Baus vor mehr als fünf Jahren sollte er errichtet werden. Doch mit der dringenden Bitte auf Unterstützung stieß die Gemeinde bei Land und Kreis auf taube Ohren. „Damals ging es darum: Wer übernimmt die Kosten? Und das Land wollte nichts dazu geben und der Kreis ist zu dem Zeitpunkt auch klamm gewesen“, blickte Jürgensen jüngst während einer Ausschusssitzung zurück. Und die zirka 300 000 Euro alleine aufbringen, das konnte und wollte die Gemeinde nicht.

Doch die Zeiten haben sich geändert. In Kiel ist eine neue Landesregierung am Steuer und die finanzielle Situation des Kreises Pinneberg hat sich entspannt. „Vielleicht ist die Situation jetzt günstiger, um nochmal beim Land nachzufragen“, so Jürgensen. Denn klar ist: Genügend Fläche für den Bau eines Kreisverkehrs ist in dem Bereich im Ortszentrum vorhanden. Doch bevor die Pläne wieder auf den Tisch kommen, muss beim Land als Baulastträger − schließlich handelt es sich bei Haupt- und Betonstraße um eine Landesstraße − ein Umdenken erfolgen. Vor fünf Jahren sah man in Kiel keine Notwendigkeit für einen Kreisel.

Die Baumaßnahme könnte nicht nur den Verkehrsfluss verbessern, ein Kreisverkehr könnte auch eine Gefahrenquelle für Fußgänger und Radfahrer minimieren. Darauf, dass es beim Überqueren der Landesstraße in dem Bereich bereits diverse Unfälle gegeben habe, machte eine Anwohnerin während der Ausschusssitzung aufmerksam. Sie erinnerte daran, dass sich neben dem Heidekrug auch der Jugendraum des Heidgrabener SV befindet und sie befürchte, dass ein Kind beim Queren der Hauptverkehrsstraße zu Schaden kommt. Die Hoffnungen der Anwohnerin auf eine weitere Bedarfsampel in Höhe des Restaurants musste Jürgensen allerdings dämpfen. „Das wird wahrscheinlich nicht genehmigt, weil wir 100 Meter weiter bereits eine Fußgängerbedarfsampel haben“, erläuterte der Bürgermeister. Entsprechende Signale habe er auch von einer Kreismitarbeiterin während einer Verkehrsschau in der Gemeinde im vergangenen Jahr erhalten. Doch Jürgensen nahm die Bitte der Anwohnerin zum Anlass, das Thema Kreisverkehr erneut auf die Agenda zu setzen. Vielleicht dieses Mal mit einem besseren Ausgang für die Gemeinde Heidgraben.

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