Wahrzeichen der Region : Neue Pfahlbauten in St. Peter-Ording: Da wächst was am Wasser

20180502-75r_9555

In vier Monaten sollen die beiden neuen Tourismusmagneten fertiggestellt sein.

Kay Müller von
18. Juni 2018, 16:40 Uhr

St. Peter-Ording | Es wird gesägt, gehämmert und gebohrt. In sieben Metern Höhe schrauben Arbeiter große Balken zusammen, Urlauber bleiben stehen und staunen: Denn es ist eine kleine Attraktion, was da am Ordinger Strand in St. Peter (Kreis Nordfriesland) entsteht.

Was da in die Luft wächst, ist ein neues Wahrzeichen an der Nordsee-Küste: Zwei neue Pfahlbauten entstehen am Strand – für insgesamt 2,6 Millionen Euro. Dafür werden drei alte Gebäude abgerissen, die zu nah am Meer stehen und baulich nicht mehr dem heutigen Standard entsprechen. Denn die Wasserkante kommt jedes Jahr zwischen sechs und acht Meter näher an den Deich, deshalb entstehen die Neubauten auch näher an der Küste.

Baustelle Strand: In sieben Metern Höhe verschrauben Arbeiter die Unterkonstruktion des neuen Pfahlbaus.
Foto: michael Ruff
Baustelle Strand: In sieben Metern Höhe verschrauben Arbeiter die Unterkonstruktion des neuen Pfahlbaus.

Im Mai war Baubeginn, jetzt stehen die ersten Holz-Pfähle. „Wir sind gut im Zeit- und Kostenplan“, sagt der technische Leiter der Tourismuszentrale St. Peter-Ording, Nils Koch. „Das wird fast eine Punktlandung.“ In den kommenden zwei Wochen soll die Unterkonstruktion für das neue Mehrzweckgebäude errichtet werden, das neben der Badeaufsicht, der Strandkorbvermietung, einem Info-Point auch die Toiletten für die Badegäste beherbergen soll.

„Danach wird es für die Strandbesucher noch spektakulärer, allein die Ausmaße der Baustelle sind ja nicht alltäglich“, sagt Koch. Endes Monats wird ein Kran rund acht mal drei Meter große, vorgefertigte Bauteile für die Gebäude auf die Plattform in sieben Meter Höhe hieven. Dort sollen sie montiert werden. Koch hofft, dass Ende Juli das neue Mehrzweckgebäude steht, so dass anschließend mit dem Innenausbau begonnen werden kann.

„Für die Urlauber ist das zwar eine Attraktion, aber natürlich auch eine Einschränkung“, erklärt der technische Leiter. Zwar würden manche Gäste ihren Strandkorb eher Richtung Baustelle als Richtung Nordsee drehen – allerdings sei eben auch der Baulärm nicht zu vermeiden. „Wir müssen da schon mit Kettensägen arbeiten, denn wir schrauben hier ja keinen Ikea-Bausatz zusammen“, sagt Koch.

Beim Bau des Mehrzweckgebäudes werde es jetzt ruhiger, da kommen vor allem Akku-Schrauber zum Einsatz. Um vor dem Beginn der Sommerferien auch bei dem Neubau des anderen Toilettengebäudes am nördlicheren Strandabschnitt so weit zu sein, will Koch jetzt Gas geben. Die Stahlrohrpfähle, die die Konstruktion im Wattboden verankern, sind gesetzt, Pfähle und Podest folgen. „Da können wir jetzt noch zwei Wochen Krach machen bis die urlaubsintensive Phase beginnt“, sagt Koch. „Und dann sind wir aus dem Gröbsten raus.“

Für St.-Peter-Ording-Fans hier ein kleines Quiz zur Kult-Serie „Gegen en Wind“:

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen