Nachwuchs fördern und fordern

Während der Arbeit lernen die Jugendlichen auch den Umgang mit Maschinen.
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Während der Arbeit lernen die Jugendlichen auch den Umgang mit Maschinen.

Projekt: Jugendliche restaurieren altes Pendelboot

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13. Juni 2018, 16:32 Uhr

Jugendliche an handwerkliche Arbeit heranführen, das ist die Idee eines Projekts der „Sinawali-Jugend-Fördergemeinschaft“. Seit Jahresbeginn arbeiten die Teilnehmer daran, ein altes Pendelboot so aufzubereiten und umzubauen, dass es als Sitzgelegenheit ein echter Hingucker wird.

Die Jugendlichen im Alter von zwölf bis 15 Jahren arbeiten auf dem Gelände der Sportschule Sinawali in Tornesch. Deren Inhaber Jamil Tarkhani (Foto) möchte den Nachwuchs weg von PC, Tablet und Ipad bekommen. Doch dafür bedarf es einer anspruchsvollen Freizeitgestaltung, betont der 52-Jährige. Und nachdem ihm ein altes Pendelboot aus Mecklenburg-Vorpommern angeboten wurde, war rasch die Idee geboren, das Gefährt zum Mittelpunkt eines Projekts zu machen. Unterstützung erhält Tarkhani von zahlreichen ortsansässigen Unternehmen, gemeinsam bilden sie seit Jahresbeginn die Fördergemeinschaft.

In der Regel zweimal pro Woche treffen sich die Jugendlichen, um das Boot, dessen Substanz stark beschädigt war, auf Vordermann zu bringen. Angeleitet werden sie dabei von Kampfsportlehrern, von denen viele beruflich im Handwerk zu Hause sind. Und so lernen die Teilnehmer unter anderem, wie man mit Schleif- und Bohrmaschine umgeht und wie wichtig der Arbeitsschutz ist. Das Boot soll in seiner Form erhalten bleiben und nach der Restaurierung als Sitzgelegenheit in einer Art Marktplatz dienen, der derzeit auf dem Gelände der Sportschule entsteht. Angesetzt ist das Projekt laut Tarkhani für das gesamte Jahr 2018.

Und was motiviert den ehemaligen Kickbox-Weltmeister, sich für Jugendliche und deren Freizeitgestaltung einzusetzen? Er habe in seinem Sportlerleben viel Glück gehabt, Erfolge feiern können und wolle nun den Nachwuchs unterstützen, so Tarkhani. „Kampfsport und Jugendarbeit, das geht Hand in Hand“, betont der 52-Jährige. Und so versuchen er und sein Team auf die individuellen Befindlichkeiten der Jugendlichen einzugehen. Bei dem aktuellen Projekt spielt auch die berufliche Zukunft der Teilnehmer eine Rolle. Die Jugendlichen machen sich Gedanken, so Tarkhani, und „wir wollen einen Impuls geben, indem wir zeigen, wie es sich anfühlt, mit Metall und Holz zu arbeiten“.

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Am Sonntag, 17. Juni, können sich Interessierte in der Zeit von 13 bis 17 Uhr während eines Tags der offenen Tür, an dem es auch Kampfsportvorführungen gibt, ein Bild von dem Boot machen.

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