Mit Volldampf Richtung Bahnhof

porträt kühl 1

Rekord bei Erwerbstätigen

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14. Juli 2018, 06:21 Uhr

Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Die Investorengruppe ist dabei, dem „Störfaktor“ Denkmalschutz aktiv zu begegnen, aus der Not eine Tugend zu machen und das Wohnhaus mit Türmchen neben dem großen Schulgebäude in der Reeperbahn in seiner historischen Qualität sogar noch aufzuwerten, indem sie den Flachdachanbau abreißt. Respekt, das dürfte auch die Kritiker der großvolumigen Bebauung im Bahnhofsareal vielleicht ein wenig gnädiger stimmen. Nachdem auch Coop / Rewe von seinen Kino-Plänen auf dem Sky-Markt in der Gartenstraße abgerückt zu sein scheint, ist die Entscheidung gefallen: Das Kino muss – komme was wolle – an den Bahnhof. Das Gelingen des Bahnhofprojekts einmal vorausgesetzt, dürfte bis zum Neubau aber noch eine geraume Zeit vergehen, weil vor Baubeginn in jedem Fall die am Bahnhof / Schulweg verlorengehenden 285 öffentlichen, kostenfreien Parkplätze an anderer Stelle – 3. Gleis und Grüner Weg – ersetzt sein müssen. Die neue Ratsversammlung muss nach der Sommerpause zügig an dieses wichtige Thema ’ran. Übrigens unter kritischer Beobachtung der interessierten Öffentlichkeit, die die Bahnhofsplanungen nach Überzeugung von Bürgermeister Jörg Sibbel so schnell wie möglich zu sehen bekommen soll, was bereits im September der Fall sein könnte.

Platzt das Bahnhofprojekt jedoch wider Erwarten, gibt es nur noch eine Möglichkeit: Dann muss das Kino, wie vor zwei Jahren vorgeschlagen, auf dem jetzigen Skaterpark im Schulweg gebaut werden. SPD und Grüne müssten diese „Kröte“ dann wohl oder übel schlucken, um nicht als Kino-Verhinderer dazustehen.

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