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Minister überzeugt Fischer: Gutachten soll helfen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

shz.de von
erstellt am 30.Aug.2013 | 00:37 Uhr

Es fielen klare Worte, doch schließlich verständigten sie sich gestern: Die Krabbenfischer werden dem Vorschlag von Fischerei- und Umweltminister Robert Habeck folgen, ein Forschungsprojekt in Auftrag zu geben, das die Fischer auf ihrem Weg zur MSC-Zertifizierung unterstützen könnte.

Hintergrund: Um das Öko-Siegel des Marine Stewardship Council (MSC) zu erhalten, muss die Nachhaltigkeit nachgewiesen werden. Bei Krabben ist es schwer, diesen Nachweis über den herkömmlichen Weg zu führen, der unter anderem genaue Kenntnisse über die Bestände und deren Entwicklung fordert. Für genau solche Fälle gibt es eine Sonderregelung: Der Nachweis einer nachhaltigen Fischerei erfolgt dabei durch Vorsorgemaßnahmen, also beispielsweise, indem einige Flächen freiwillig nicht befischt werden. Und davor haben die Fischer Angst, sie fürchten um ihre Fangreviere (wir berichteten). Habecks Vorschlag stimmten sie trotzdem zu. Denn es kann noch nicht gesagt werden, um wie viele und welche Flächen es geht. Das liegt auch daran, dass bei der Zertifizierung die Krabbenfischerei im gesamten Wattenmeer – von Dänemark bis Holland – betrachtet wird. „Wir wollen im Gespräch bleiben und weiter verhandeln“, sagte Dieter Voß, Vorsitzender des Fischereivereins Friedrichskoog, nach dem Gespräch. Und der Minister meinte: „Ich weiß, dass dieser Schritt für die Krabbenfischer nicht selbstverständlich ist, umso mehr Respekt habe ich vor ihrer Bereitschaft, dies mitzutragen“.

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