Mehr Schulklassen als Räume

Die Schülersprecher Kadir Sen (links) und Ole Trox (Zweiter von rechts), Lehrer Johanna Schümann und André Tramm (Zweiter von links) sowie Rektor Karsten Güllich stehen hinter dem Projekt.
Die Schülersprecher Kadir Sen (links) und Ole Trox (Zweiter von rechts), Lehrer Johanna Schümann und André Tramm (Zweiter von links) sowie Rektor Karsten Güllich stehen hinter dem Projekt.

80 Kinder wollen auf die Gemeinschaftsschule

Avatar_shz von
26. März 2018, 16:00 Uhr

Die Gemeinschaftsschule Rugenbergen hält ihren guten Ruf im Kreis Pinneberg. Das ist insbesondere an den Anmeldezahlen für das neue Schuljahr zu sehen. 80 Anmeldungen liegen für die fünfte Klasse vor. In der ersten von drei Anmeldephasen registrierten sich 72 neue Schüler. „Damit haben wir als kleinste Gemeinschaftsschule des Kreises die drittgrößten Anmeldezahlen“, berichtete der sichtlich stolze Schulleiter Karsten Güllich (Foto) während der jüngsten Sitzung des Schulverbands Rugenbergen.

Damit startet die Gemeinschaftsschule mit vier neuen Klassen in das Schuljahr. „Insgesamt haben wir dann 21 Klassen. Wobei wir allerdings nur 20 Räume haben“, sagte Güllich weiter. Aufgrund des Lehrerraumprinzips sehe er der Situation jedoch momentan noch entspannt entgegen. Genauso wie in den USA gehen die Schüler zu den Lehrern und nicht wie gewohnt die Lehrer zu den Schülern. „Wir sollten das handhaben können, jedoch müssen wir uns für das nächste Jahr etwas überlegen.“

In einer der neuen fünften Klassen wird es laut Güllich eine Besonderheit geben: „Wir haben ein Kind mit Förderbedarf. Es hat einen Rollator. Noch kann der Schüler die obere Etagen des Gebäudes unproblematisch erreichen. Doch wir können noch nicht sagen, wie es sich entwickelt“, erläuterte der Schulleiter den Mitgliedern des Schulverbandes aus Bönningstedt, Hasloh und Ellerbek. Eventuell sehe er künftig an dieser Stelle Handlungsbedarf.

Des Weiteren müssen für das kommende Schuljahr zwei weitere Inklusionsklasse errichtet werden. „Damit haben wir insgesamt fünf. Demzufolge haben wir einen erhöhten Bedarf an Differenzierungsräumen“, sagte der Schulleiter. Diese seien für die Schüler der Inklusionsklassen dringend notwendig. „Momentan nutzen wir die Bücherei. Das ist aber dauerthaft nicht optimal“, betonte Güllich. Um Raum zu schaffen, sei es vonnöten Stauräume umzulagern und Räume weiter zu optimieren.

Seit etwa fünf Monaten ist Güllich neuer Leiter der Gemeinschaftsschule. Die ersten Monate nutzte er für interne Strukturierungen. „Aufgaben wurden neu aufgeteilt und die Kommunikationswege verbessert“, erläuterte er. Nachdem die Gemeinschaftsschule Rugenbergen für das Lehrerzimmerkonzept mit dem Innovationspreis der Quickborner Firma Metaplan ausgezeichnet worden ist (wir berichteten), hatten die Schüler die Wahl, wofür das Preisgeld in Höhe von 1500 Euro eingesetzt werden soll. „Die Schüler haben sich für eine weitere Sitzgelegenheit auf dem Pausenhof entschieden.“

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen


Nachrichtenticker