Maschinenbauer fürchten Millionenschaden

Betriebsausfall schlimmer als Reputationsschaden: Deutschlands Maschinenbauer fürchten Cyber-Attacken

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26. März 2018, 18:29 Uhr

Nicht alle Firmen der mittelständisch geprägten Industrie sind ausreichend gegen Cyber-Attacken vorbereitet, wie aus einer Umfrage des Branchenverbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hervorgeht. Demnach arbeitet knapp die Hälfte der Unternehmen mit einem veralteten Schutz vor Angriffen aus dem Netz. Die Verantwortung für die IT-Sicherheit ist nicht überall klar geregelt. Etwa die Hälfte der Unternehmen folgt dem Expertenrat, die finale Zuständigkeit dafür in der Top-Etage anzusiedeln.

Aus Sicht der Maschinenbauer sind Verwaltungsnetzwerke wie E-Mail-Accounts sowie die Produktions-IT besonders durch Hacker-Angriffe gefährdet. Das größte Schadenspotenzial birgt nach Einschätzung der Unternehmen der Verlust von vertraulichen Firmendaten ebenso wie personenbezogener Informationen.

Befürchtet werden laut Studie auch Betriebsunterbrechungen. Sie sind aus Sicht der Firmen schlimmer als ein Reputationsschaden. Denn ein Produktionsstopp kann die Auslieferung an Kunden verzögern. Den Schaden durch Cyber-Attacken schätzen 60 Prozent der Firmen auf 500 000 bis eine Million Euro. Hinzu kämen Folgekosten durch Vertragsstrafen wegen verspäteter Auslieferungen, Rechtsberatungskosten oder Schadenersatzansprüche.

88 Prozent der Befragten sind noch nicht gegen Hacker-Angriffe versichert. Insgesamt beteiligten sich 244 Firmen an der Umfrage des VDMA – darunter vor allem kleinere und mittlere Unternehmen mit einem Umsatz bis zu 75 Millionen Euro jährlich.

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