Lauter Vogelsang und begehrte Lage

porträt kühl 1

Rekord bei Erwerbstätigen

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06. Juli 2018, 15:01 Uhr

Lärm ist ein Entspannungskiller. Wer sich nach der Arbeit im Garten erholen möchte und Ruhe sucht, aber das Pech hat, einen ungehobelten Nachbarn mit musikalischer Dauerbeschallung und lautem Terrassenkauderwelsch neben sich wohnen zu haben, kann das vergessen. Da hilft nur Tür zu, Anzeige wegen Ruhestörung und darauf hoffen, dass so ein Zeitgenosse irgendwann die Kündigung erhält oder das Weite sucht. Die Anwohner verkehrsreicher Straßen können hingegen nicht einmal auf ruhigere Phasen hoffen, weil der Verkehr dauerhaft fließt. Da helfen auch keine Beschwerden bei einer Wohnungsgesellschaft oder Anzeigen bei der Polizei. Wenn Behörden wie in diesem Fall der Landesbetrieb Straßenbau im Spiel sind, sind schnelle Lösungen nicht zu erwarten. Die Anwohner im Vogelsang warten seit drei Jahren vergeblich auf eine Verkehrsberuhigung und die Ableitung des Verkehrs aus Schwansen und vom Marinestützpunkt über die „Borbyer Tangente“ (über die K 87 auf die Bundesstraßen 203 und 76). Sie hätten ein ruhigeres und gesünderes Wohnen verdient.

Weniger Verkehr und weniger Lärm würde auch dem Borbyer Geheimtipp am Vogelsang zugute kommen – der „Natur-KostBar“ von Simone Schmidt direkt an der Hafenpromenade. Nun hat ein zündelndes Pärchen den unter Denkmalschutz stehenden reetgedeckten Bau aus unerfindlichen Gründen zerstört, doch ein Wiederaufbau und eine Übergangslösung sind angedacht und werden von vielen Bürgern herbeigesehnt. Weil sie den Hot Spot am Hafen und die kleinen kulinarischen Köstlichkeiten schmerzlich vermissen.

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