Landtag will Geburtshilfe sicherstellen

shz.de von
13. Dezember 2013, 00:35 Uhr

Mit einem eigenen Konzept will der Landtag die Lage von Hebammen und Gynäkologen im Land verbessern. „Die Menschen erwarten, dass die Politik Geburtshilfe sicherstellt“, sagte Gesundheitsministerin Kristin Alheit (SPD) gestern und stellte für die Erarbeitung des Konzeptes 45 000 Euro bereit. Hintergrund ist der Rückgang der Geburtenrate. Aktueller Anlass ist die drohende Schließung der Geburtshilfe auf Sylt. Seit der Jahrtausendwende haben bereits 26 Geburtsabteilungen im Norden dicht gemacht. Die Arbeit als Hebamme oder Gynäkologe wird zunehmend durch hohe Versicherungsbeiträge unattraktiv. Zur Abdeckung eines Drei-Millionen-Schadens mussten vor 15 Jahren 300 Euro, heute 5000 bezahlt werden. Der Landtag forderte die Regierung auf, einen Bundesratsinitiative auf den Weg zu bringen und die Gründung einer öffentlich-rechtlichen Berufshaftpflichtversicherung voranzutreiben. Alheit will heute die Gespräche zur Rettung der Sylter Geburtshilfe fortsetzen.

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