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Landesverteidigung aus dem Wohnzimmer

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Familienministerin Manuela Schwesig wollen künftig auch von zu Hause regieren

shz.de von
erstellt am 03.Jan.2014 | 00:33 Uhr

Nicht nur beruflich, auch privat haben sie viel um die Ohren: Die neue Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) wollen bei der Vereinbarkeit von Familie und Politik mit gutem Beispiel voran gehen und künftig auch von zu Hause arbeiten.

Wie Manuela Schwesig der Zeitung „Die Welt“ sagte, werde ihr Lebensmittelpunkt auch künftig Schwerin sein, wo ihr sechs Jahre alter Sohn zur Schule geht. Nachmittags besucht er dort einen Hort.

„Ich werde also zwischen Zuhause und Arbeitsplatz pendeln, dabei aber auch vieles von meinem heimischen Schreibtisch aus erledigen – die moderne Technik macht’s möglich“, sagte die 39-Jährige. „Und natürlich wird es weiterhin feste Auszeiten für die Familie in meinem Kalender geben, da bleibt das Handy aus. So wie jetzt auch über den Jahreswechsel.“ Das Miteinander von Beruf und Familie möchte sie zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit als Ministerin in der Großen Koalition machen. Wichtig dabei sei, dass sich nicht die Familien an die Arbeitswelt anpassten, sondern umgekehrt der Arbeitsmarkt familienfreundlicher werde.

Um dieses Thema will sich auch Schwesigs Kabinettskollegin Ursula von der Leyen kümmern – bei der Bundeswehr. „Das erwarten die Soldaten und Soldatinnen auch von mir“, sagte die 55 Jahre alte siebenfache Mutter der Zeitschrift „Die Bunte“. „Junge Frauen bitten mich darum, sie beim Thema flexible Arbeitszeiten und Kinderbetreuung zu unterstützen.“ Sie selbst hoffe, dass sie im Regierungs-Alltag vieles von zu Hause in Niedersachsen aus steuern könne. Ihr Mann sei ihr eine große Hilfe: „Mein Mann ist wunderbar. Er trägt das neue Amt mit. Er sagte zu mir: ‚Du musst das machen, was du dir zutraust und womit du dich wohlfühlst‘.“ Auch ihre Kinder interessierten sich brennend für ihre neuen Aufgaben: „Ihre erste Frage lautete: ,Ist das gefährlich?‘ Die zweite: ,Was genau macht eigentlich die Bundeswehr?‘“

Als Arbeits- und Sozialministerin hatte von der Leyen teilweise sogar in einer Kammer hinter ihrem Büro in Berlin übernachtet, um möglichst lange arbeiten und früh anfangen zu können.

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