Land stockt Impfteams auf

Seit Ende Dezember sind mobile Impfteams in Pflegeeinrichtungen unterwegs.
Seit Ende Dezember sind mobile Impfteams in Pflegeeinrichtungen unterwegs.

Heute vergibt das Land weitere 15 500 Impftermine

Avatar_shz von
11. Januar 2021, 20:19 Uhr

Kiel | Schleswig-Holstein stockt die mobilen Impfteams, die in Pflegeeinrichtungen Bewohner sowie Personal impfen, weiter auf. So sind jetzt 19 statt der ursprünglich zehn mobilen Impfteams im Einsatz. Die Team sind in stationären Pflegeeinrichtungen unterwegs, um dort die besonders für einen schweren Krankheitsverlauf anfälligen Menschen sowie Pflegekräfte zu impfen.

Ein Grund für die Aufstockung der mobilen Impfteams ist die Genehmigung der europäische Arzneimittelbehörde EMA, dass sechs statt bisher fünf Dosen aus einer Ampulle von Biontech/Pfizer gezogen werden dürfen. Damit können im Land ein Fünftel mehr Menschen geimpft werden. Zudem treffen heute die ersten 2400 Dosen mit Impfstoff des US-Herstellers Moderna in Schleswig-Holstein ein.

Nach Worten von Gesundheitsminister Heiner Garg (FDD) sei es angesichts der Infektionslage in Schleswig-Holstein wichtig, die Impfkapazitäten im Bereich der Pflege- und Altenheime zu verstärken. Bereits in den vergangenen Tagen sei mit bis zu 2000 Impfungen täglich in Pflegeeinrichtungen deutlich mehr Impfstoff genutzt worden als zu Beginn der Impfkampagne, erklärte Garg. So wurden zum Start am 27. Dezember des vergangenen Jahres täglich 667 Impfungen in Pflegeeinrichtungen durchgeführt.

Um eine Immunität gegen das Coronavirus zu erzielen, müssen die Menschen jeweils zweimal geimpft werden. Das Land reserviert deshalb für jeden zu Impfenden eine zweite Dosis. Diese Praxis hatte Gesundheitsminister Garg am vergangenen Donnerstag auf der Sondersitzung des Landtages entschieden verteidigt. Zudem kündigte er dort an, dass jeder über 80-Jährige per Brief angeschrieben und über die Impfungen sowie deren Terminvergabe informiert wird.

Heute wird Schleswig-Holstein weitere rund 15 500 neue Termine für über 80-Jährige und weitere Impfberechtigte nach der Impf-Verordnung des Bundes anbieten. Die Anmeldung ist ab 8 Uhr telefonisch über die Hotline 116 117 und über die zusätzlich geschaltete Nummer 0800 455 655 0 möglich.

Ebenfalls werden Termine über die Seite www.impfen-sh.de vergeben. Nach Angaben von Garg soll es ab Anfang Februar voraussichtlich noch mehr Möglichkeiten gerade für über 80-jährige Menschen geben, einen Impftermin zu vereinbaren. So sei es geplant, mittelfristig Impftermine zunächst über die Hotline nur an die Gruppe der über 80-Jährigen zu vergeben. Die übrigen Termine sollen dann für weitere priorisierte Gruppen zeitversetzt online buchbar bleiben.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen


Nachrichtenticker