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Kurz vor Ernte-Ende: Weniger Mais, weniger Beschwerden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2013 | 00:31 Uhr

Vergleichsweise ruhig verlief die Maisernte in diesem Jahr, zumindest in den meisten Orten Mittelholsteins. Noch im vergangenen Jahr hatte es zum Teil heftige Auseinandersetzungen zwischen Anwohnern und Landwirten um Lärm und Verschmutzungen gegeben. Landwirt Henning Kühl aus Embühren, der mit seinem Berufskollegen Klaus Damman aus Hamweddel eine Biogasanlage betreibt, führt die kaum vorhandenen Beschwerden auf das trockene Wetter und das veränderte Verhalten der Bauern und Lohnunternehmer zurück.

„Auch die Landwirte lernen dazu“, sagt Henning Kühl. Zum Säubern hat jeder Landwirt einen Besen auf dem Schlepper. „Es wird grundsätzlich langsamer gefahren, das heißt maximal 30 km/h innerorts und in den meisten Fällen 40 außerhalb der Ortschaften“, sagt Kühl. Weitere Strecken würden mit dem Lkw zurückgelegt, um zu verhindern, dass die Straßen verschmutzen. „Außerdem sprechen sich die Bauern ab, dass nicht zwei nebeneinander liegende Koppeln gleichzeitig befahren werden.“

95 Prozent der Maisernte sind in Mittelholstein bereits eingebracht. In anderen Regionen des Landes ist die Ernte witterungsbedingt noch nicht so weit vorangeschritten. „Normalerweise ist für uns um 22 Uhr Feierabend. Morgens um sechs Uhr geht es wieder weiter“, nennt Kühl den Grund dafür, dass sich auch die Beschwerden über nächtliche Ruhestörung vermeiden lassen. Er selbst sei immer gut damit gefahren, die Anwohner aus dem näheren Umfeld zu informieren und über seine Vorgehensweise aufzuklären. Im Übrigen sei die Maisanbaufläche zurückgegangen. Inzwischen werde auch mit Energiepflanzen wie Grünroggen oder mit Gras als Mischung gearbeitet.

Bauernverbands-Sprecher Klaus Dahmke bestätigt den Rückgang von Anbaufläche: „Im Vergleich zu 2011 ist sie um knapp 13 000 Hektar in diesem Jahr auf 181 400 Hektar zurückgegangen.“

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