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Kreativ-Wettbewerb soll Nachwuchs für die Jugendfeuerwehren werben

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das sei für ihn „Chefsache“, erklärte Andreas Breitner unter dem Beifall der Delegierten in Kappeln, deren Jugendfeuerwehr vor einer Woche ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert hatte. Mit Breitner nahm erstmals ein Innenminister an einer Versammlung der Jugendfeuerwehren Schleswig-Holsteins teil. Dabei unterstrich er mit seiner Anwesenheit nicht nur seine Wertschätzung für die Arbeit der landesweit 429 Nachwuchsgruppen der Feuerwehr mit ihren 9491 Jungen und Mädchen, sondern sagte auch seine Unterstützung für die Zukunft zu. Jugendarbeit in der Feuerwehr sei, so Breitner, der ideale Mix aus Technik, sozialem Engagement, Spaß und Teamarbeit. Und dazu gehöre auch die Vermittlung von Werten wie Toleranz, Solidarität und Verantwortungsbewusstsein.

Gemeinsam mit Hansa-Park-Betreiber Christoph Andreas Leicht gaben der Minister, Landesbrandmeister Detlef Radtke und Landes-Jugendfeuerwehrwart Dirk Tschechne in Kappeln den Startschuss für den „Kärnan“-Kreativwettbewerb, der der Nachwuchswerbung dient. Da sind Ideen und Aktionen gefragt. Eine Jury, zu der auch Andreas Breitner gehört, wird Ende 2014 entscheiden, wer unter dem Motto „Jugendfeuerwehr = 112 Prozent Zukunft“ das Rennen macht. Das Mitmachen lohnt sich für die Jugendfeuerwehren: Als ersten Preis hat der Hansa-Park 10 000 Euro ausgelobt. Für sein jahrelanges Engagement für die Feuerwehren bekam Christoph Andreas Leicht das silberne Feuerwehr-Ehrenkreuz.

Zuvor hatte Landes-Jugendfeuerwehrwart Dirk Tschechne aus Zarpen verdeutlicht, dass die Jugendfeuerwehren im nördlichsten Bundesland weiter auf Erfolgskurs seien, auch wenn die Mitgliederzahl leicht zurückgehe. Das führte er unter anderem auf einen verstärkten Freizeit- und Schulstress zurück. Mit Sorge beobachte er, dass immer öfter Mitglieder ihren Dienst beenden, weil ihnen die Belastung der schulischen Ausbildung und die Anforderungen in der Jugendfeuerwehr zu viel werden. Tschechne: „Die derzeitige Entwicklung der Schullandschaft – hin zu mehr Ganztagsschulen und immer stärkere Fokussierung auf achtjährige Gymnasien – lässt vieles nicht mehr miteinander vereinbaren.“ Den Beitrag, den die Jugendverbände zur Persönlichkeitsentwicklung leisten, dürfe nicht vergessen und als gering eingeschätzt werden. Es gebe eine Vielzahl von Ideen, um gegenzusteuern. Eine Überlegung sei, wie der Landes-Jugendfeuerwehrwart und auch Minister Breitner sagten, neben den Jugend- auch eigenständige Kinderfeuerwehren (für Sechs- bis Zehnjährige) zu etablieren. Die dafür nötige die Änderung des Brandschutzgesetzes steht allerdings noch aus.

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